Reformationsfest.
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Thron, mit reichem Lohn, die zu deiner Ehre, in Fesseln die treu dir waren, Gottessohn!
Vernunft gebracht, zu glauben Menschenlehre, als ob sie Chrifti wäre.
3. Gelobt seist du, o Gott, daß wir auf Wahrheit recht beflissen, wohl Menschensatzungen von ihr zu unterscheiden wissen; daß die Vernunft uns unterweist, dein Wort recht zu verstehen; nicht bles die Worte, nein, den Geist der Lehren auszuspähen, was du willst, selbst zu sehen.
3. Geist des Friedens, Geist der Wahrheit! es leuchtet uns in ew'ger Klarheit dein weltbeglückend, göttlich Wort. Zur Geduld in guten Werken kannst du allein den Glauben stärken, du bist des Frommen Trost und Hort! Dein Eigenthum sind wir, wir leben, sterben dir! Amen, Amen! Du gibst uns Licht und Zuversicht, wenn unser Herz im Tode bricht.
G. Fr. W. Schulz, 1774-1842.
Mel. 36. Christ, unser Herr, zum Jordan kam zc. 557. Gott, welchen herr: lichen Gewinn find' ich in Jefu Lehre, wenn ich auf ihn nur achtsam bin, ihn durch Gehorsam ebre. Kein Men schenherz, ruft er mir zu, kann Gottes Lieb' ergründen; wer mir nur folgt, soll See: lenruh', Vergebung seiner Sünden, und Kraft zur Tugend finden.
2. Doch ach! so manches Christenbeer, gefesselt von den Banden des Vorurtheile, hat nur zu sehr dein Wort, Herr, mißverstanden; bat Menschen sinn hineingedacht, und als
4. So dient uns, Herr, das eine Licht, das andere zu verstärken. Durch beide gibst du Unterricht, auf beide foll ich merken. Dem Wahn vermag kein Alterthum der Wahrheit Glanz zu geben; der Zeiten Fortschritt stößt ihn um, und trotzt dem eiteln Streben, ihn wieder zu erheben.
5. Doch, Herr, da Nacht und Wahn so schwer dem Licht der Wahrheit weichen: so laß sich die Vernunft stets mehr im reinsten Lichte zeigen. Wem du Vernunft gabst, schäme sich, vom Glauben Nein, sile sie zu trennen.
laß alle, die für dich von Glaubenseifer brennen, als Glaubensstüße kennen.
Unbekannter Verfasser


