Einleitung.
Bestimmung des Menschen, Religion, Bibel.
Mel. 435. Es ist gewißlich an| dir, auf deiner Erde wohnen. der Zeit 2c.
1. Laß mich des Menschen wahren Werth, mein Gott, zu Herzen nehmen, und dessen, was mich selbst entehrt, mich all'zeit innigst schämen. Nie tomm' es mir aus meinem Sinn, was Alles ich vermag und bin durch deine weise Güte.
2. Du schufft mich, nicht blos Fleisch und Bein, zu diesem Erdenleben; du ließest mich ein Wesen sein, das nach Vernunft soll leben. Ich kann mehr, als die Sinne rührt, und durch sie Schmerz und Lust gebiert, umfassen und erwägen.
3. Gott, diesen Vorzug gabst du mir vor so viel Millionen, bie, auch belebt, genährt von
Was jenen fehlt, verlieh'st du mir, Vernunft und Freiheit, und mit ihr Gefühl von Recht und Unrecht.
4. Du schufft mich zur Geselligkeit und für der Freundschaft Freuden; gabst mir ein Herz voll Fühlbarkeit für And'rer Glück und Leiden; noch mehr, ein Herz, das fähig ist, sich dein, der du mein Vater bist, zu freu'n und dich zu lieben.
5. In stiller Andacht kann mein Geist sich bis zu dir erheben, dir, den die ganze Schöpfung preist, auch Preis und Ehre geben. Auch ich kann thun, was dir gefällt, und um mich her in deiner Welt, was nützlich ist, verbreiten.
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