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Johann Friedrich Starck's tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen, enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge 1. für Gesunde, 2. Für Betrübte, 3. Für Kranke, 4. Für Sterbende : nebst mehreren Fest-Andachten und viel schönen Buß-, Reicht -, Communion- und Wettergebeten, Morgen- und Abendandachten auf alle Tage in der Woche, wie auch Kriegs-, Theurungs-, Pest- und Friedens-Gebeten [...]
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Gebet vor der heiligen Taufe.

5. Dein bin ich Tag und Nacht, Des Tags wirst du mich leiten, Ach, weich des Nachts auch nicht, Mein Gott, von meiner Seiten; Dein bin ich allezeit, Gesund, frank und betrübt, Ich weiß in jedem Stand, Daß mich mein Jesus liebt.

6. Todt und im Grabe sein Pflegt Andre zu erschre­cken, Doch aus dem Grab und Tod Wird Jesus mich er­wecken; Todt und begraben sein Ruft uns das Bette zu, Doch Jesus weckt mich auf Vom Tod und Schlafesruh. 7. Lebendig werde ich Aus meinem Bett aufstehen, Und nach genoss'ner Ruh Das Licht der Sonne sehen, Lebendig bringt mich auch Mein Jesus aus dem Grab, Nachdem in seinem Arm Jch ausgeschlafen hab.

8. Amen, erhöre mich, Und laß mich süße schlafen, Wend alles Unglück ab Durch deiner Engel Waffen. Amen, nimm auf dein Kind. Mit Jesu schlaf ich ein, Mein Jesus soll im Schlaf In meinem Herzen sein.

Die Kindbetterin betet vor und nach der Taufe ihres Kindes zu Gott.

Aufmunterung.

Christliche Eltern, welchen Gott Kinder schenkt, kön­nen sich nach der Geburt derselben nichts angele­gentlicher sein lassen, als daß sie dieselben, sobald es die Umstände erlauben, durch die heilige Taufe in die Gemeinschaft der Christen aufnehmen lassen. Da aber der Taufbund ein so wichtiger Bund ist für Zeit und Ewigkeit, wird eine fromme Mutter ihr Kind 1) vor der Taufe Gott demüthig vor­tragen, daß er es möge zur heiligen Taufe gelangen lassen, und es als ein Kind in Gnaden aufnehmen, 2) nach der Taufe Gott für diese große Gnade danken, und das Kind in Gottes fernern Schuß befehlen.