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Johann Friedrich Starck's tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen, enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge 1. für Gesunde, 2. Für Betrübte, 3. Für Kranke, 4. Für Sterbende : nebst mehreren Fest-Andachten und viel schönen Buß-, Reicht -, Communion- und Wettergebeten, Morgen- und Abendandachten auf alle Tage in der Woche, wie auch Kriegs-, Theurungs-, Pest- und Friedens-Gebeten [...]
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Die Kindbetterin verrichtet

15. Ist nun der Tag verflossen, Darin ich hab ge­nossen Den Schutz, der mich umgeben, und mir erhält mein Leben,

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16. So will ich dir lobsingen, Und mein Lobopfer bringen, Und deinen großen Namen Von Herzen preisen.

Amen.

Die Kindbetterin verrichtet ihr Abendgebet.

Aufmunterung.

Wenn dort die zwei Jünger Jesum den Tag über bei sich gehabt hatten, so wollten sie ihn auch nicht am Abend von sich lassen, sondern sprachen: Bleibe bei uns, Herr, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget, Luc. 24. Also soll auch eine Kindbetterin mit Gebet den Tag anfangen und beschließen, und die Gnadengegenwart ihres Gottes sich zum Schutz in der bevorstehenden Nacht erbitten. 1) Soll sie Gott danken, daß er den Tag über sie vor Schmerzen und Zufällen, und ihr Kind vor Unruhe bewahret. 2) Sollte aber Gott nach seinem Rath noch einiges Leiden zugeschickt haben, so soll sie Gott preisen, daß sie unter seinem Beistand dasselbe hat ausstehen kön­nen, und er sie den Abend hat erleben lassen. 3) Hier­auf soll sie sich und ihr Kind dem Schutz des drei­einigen Gottes zu der bevorstehenden Nacht empfeh­len. 4) Sie soll sodann nach dem Gebet, ohne sich selbst Sorge, Angst, Furcht und Schrecken, und eine schlimme Nacht zu machen, in den Armen ihres lie­ben Gottes einschlafen, und auch bei dem Aufwa­chen an Gott denken, sich in ihm erfreuen, und sich ihm ergeben.