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Johann Friedrich Starck's tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen, enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge 1. für Gesunde, 2. Für Betrübte, 3. Für Kranke, 4. Für Sterbende : nebst mehreren Fest-Andachten und viel schönen Buß-, Reicht -, Communion- und Wettergebeten, Morgen- und Abendandachten auf alle Tage in der Woche, wie auch Kriegs-, Theurungs-, Pest- und Friedens-Gebeten [...]
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Der glaubige Christ bereitet sich

möge. Wenn dein Wort geprediget wird, so öffne mir das Herz, daß ich darauf achten, solches in mein Herz fassen, als einen theuren Schaß darin bewahren möge. Hilf, daß ich an diesem Sonntag auch in meinem Christenthum mich erbaue, in der Erkenntniß der Wahrheit zunehme, damit das gepredigte und gehörte Wort mich ändere, heilige, bekehre und zu einem neuen Menschen mache, auf daß ich, wie an Jahren, also auch an dem inwendigen Menschen, an Glauben und Frömmigkeit wachsen, und eine neue Kreatur, ja ein lebendiges Glied an dem Leibe meines Jesu werden möge. Laß mich mit An­dacht den Gottesdienst endigen, das Ge­lernte behutsam verwahren, und den Tag mit Gebet und Lobgesängen schließen. Ach! laß mich stets des angehörten Worts ein­gedenk bleiben, daß ich nach demselben wandeln, reden, leben und thun, und also beweisen möge, ich sei kein vergeßlicher Hörer, sondern ein Thäter des Worts. So laß mich einen Sonntag und Sab­bath nach dem andern feiern, bis du mich in die ewige Himmelsfreude, zu dem ewi­gen Sabbath durch Jesum, meinen einigen Erlöser und Seligmacher, einführen wirst.

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