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Johann Friedrich Starck's tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen, enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge 1. für Gesunde, 2. Für Betrübte, 3. Für Kranke, 4. Für Sterbende : nebst mehreren Fest-Andachten und viel schönen Buß-, Reicht -, Communion- und Wettergebeten, Morgen- und Abendandachten auf alle Tage in der Woche, wie auch Kriegs-, Theurungs-, Pest- und Friedens-Gebeten [...]
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Der glaubige Christ bereitet sich

diglich erhalten, und die Arbeit meiner Hände so reichlich gesegnet haft. Du haft meinen Eingang und Ausgang bewahret, auf meinen Wegen mich behütet, und mir an Leib und Seele viel Gutes erwiesen, dafür lobe und preise ich dich von Grund meines Herzens. Gehet nun weg, ihr irdischen Geschäfte! weicht von mir, ihr Sorgen! jest bau ich in meinem Herzen Gott einen Tempel auf. Es soll ein Bet­Haus werden, darin ich meinem Gott allein dienen will. Ich vergesse, was dahinten ist, ich lege meine Arbeitslasten und Han­tierung nieder, und richte meinen Šinn allein zum Himmel, zu Gott, um mich in ihm zu erfreuen. Oder unaussprechlichen Liebe des großen Gottes, welcher den Men­schen einen Ruhetag von aller ihrer Arbeit bestimmt hat, diese Ruhe ist ein Andenken der Ruhe im Paradiese, da wir ohne müh­same Arbeit allezeit Gott zu dienen und zu loben wären beschäftigt gewesen. Diese Ruhe ist ein Bild der künftigen Himmels­ruhe: denn es ist den Kindern Gottes noch eine vollkommene Ruhe vorhanden und verheißen, welche in dem ewigen Leben angehen wird; da werden sie von aller Arbeit, von Leiden und Schmerzen, und

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