Gott
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haben wir von dir. Winst du, so wird er Nichts; doch du bleibst für und für.
7. Wer hat, Unendlicher, wer hat dich je gesehen? Kein sterblich Auge reicht bis zu des Lichtes Höhen, von welchen du mit Huld auf deine Schöpfung blickst und Alles, was da lebt, mit Geligkeit beglückst.
8. Was wir. Unendlicher, von deinem Wesen wissen, das hast du selbst zuvor uns offenbaren müssen. Die Schöpfung zeugt von dir; und deines Sohnes Mund macht uns noch deutlicher, Gott, deine Liebe fund.
9. Wir schaun dich nur von fern, noch schwach, noch unvollkommen; doch wird die grobe Hüll dereinst hins weggenommen, die, Unbe greiflicher, dich unserm Blick verschließt. Dann sehen wir dich, Bott, so herrlich, wie du bist.
10. Indeß sei auch schon hier dein Ruhm von uns besungen. Verschmähe nicht ein Lob von lallend schwa chen Zungen! Dort soll, wenn wir dereinst vor dir verherrlicht stehn, ein beßrer Preisgesang dich, großer Gott, erhöhn.
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Mel. Freu dich sehr, o meine öchster, wer ists, der dir gleichet
Was sind Engel? Was bin ich? Du, an den kein Seraph reichet, wer, ach, wer begreifet dich? Niemand war und Niemand ist, was du warst und immer bist. Wer ersteigt des Himmels Höhen, um dich selbst im Licht zu sehen?
2. Unerschaffner, Erster, Bester, Schöpfer, Vater der Natur, du der höhern Geisier größter, Gott der Menschen, Gott der Flur! Du bist ganz Vollkommenheit, lebst und wirkst von Ewigkeit. Wer verkennt bei dem Gedanken seiner Einsicht enge Schranken?
3. Du, der Ursprung als ler Gaben und Beherrscher jeder Welt, über Alles hoch erhaben, was ihr Umfang in sich hält, du bist unver änderlich, Alles, Alles blos durch dich. Nur in deines Reiches Gränzen sehn wir deine Wunder glänzen.
4. Ja, du wohnst in eis nem Lichte, das kein Mensch durchdringen kann. Deine Wege und Gerichte staunet selbst der Engel an. Kein Erschaffner siehet ganz dets ner Hoheit vollen Glanz. Stets wird neue Tiefen finden, wers versucht, sie zu ergründen.
5. Dennoch soll mir meinen Glauben, daß du bist und auch für mich, nie der Thor


