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Neu vermehrtes Gesang-Buch für die Rostockschen Gemeinden
Entstehung
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Abendlieder.

14

wie schnelle winde, Fleußt da­hin gleich einem fluß, Gleich dem schnellsten wasserguß.

3. Únd, mein Jesu, sich, ich armer Nehme dies nicht stets in acht, Daß ich dich bei tag und nacht Herzlich suchte, mein erbar­mer; Mancher tag geht so dahin, Daß ich nicht recht wachsam bin.

4. Ach, ich muß mich herzlich schämen, Du erhältst, du schützest mich Tag und nacht so gnä­diglich, Und ich will mich nicht bequemen, Daß ich dir für deine treu'Recht von herzen dankbar sei.

5. Nun, ich komme mit verlan­gen, mein seelenfreund, zu dir, Neige du dein licht zu mir, Da des tages licht vergangen, Sei du selbst mein sonnenlicht, Das durch alles finstre bricht.

6. Laß mich meine tage zählen, Die du mir noch gönnen willt. Mit dir sei mein herz erfüllt, So wird mir nichts können feh­len. Bist du, Herr, mir tag und licht, Schreckt auch selbst die nacht mich nicht.

2. Ihr hellen sterne, leuchtet wohl Und glänzt mit licht und strahlen, Ihr macht die nacht des lichtes voll, Doch viel, zu tausendmalen, Scheint heller, der mich ganz Erfüllt mit seinem glanz, Mein Jesus, meiner feelen ruhm, Mein schutz und schatz, mein eigenthum.

3. Der schlaf herrscht in der dunkeln nacht Bei menschen und bei thieren, Doch einer ist, der oben wacht, Bei dem kein schlaf zu spüren. Dein aug', auf mich gericht't, O Jesu, schlummert nicht. wachte, wachte doch O mit dir Zum wenigsten mein herz in mir.

4. Verschmähe nicht dies schlechte lied, Das ich dir, Jesu, singe, Hat doch mein herz nicht eher fried', Bis ich es zu dir bringe; Ach nimm es gnädig an. Ich bringe, was ich kann, Und du verschmähst, o lebens­fürst, Gewiß fein herz, das nach dir dürft't.

5. Mit dir will ich zu bette 7. Nun, mein theurer hei- gehn, Dir will ich mich befeh­land, wache, Wache du in die len; Du wirst, mein schutzherr, ser nacht, Daß mich morgen auf mich sehn Und rathen mei­deine macht mit dem tage mun- ner seclen. Was fürcht' ich noth ter mache. Schläft der müde und tod, Du bist mein Herr leib gleich ein, Laß den geist und Bott; Drum sollt' es auch doch wachsam sein.( 132) zum sterben gehn, Werd' ich doch freudig auferstehn.

25. Der lieben pracht wat cuch. Hier habt ihr nichts zu

jonne licht 6. Ihr feinde flieht, entfernet

und

nun den tag vollführet. Es schaffen! Dies haus gehört in nahet sich die dunkle nacht, Jesu reich, Er heißt es sicher Thu' seel', was dir gebühret, schlafen, Und seiner engel macht Tritt hin vor Gottes thron, Sält es in guter acht, Ihr Verehre ihn im sohn, Und heer und lager deckt es zu Und richte augen, herz und sinn Auf sichert seine stille ruh. ihn, den Gott der ehren, hin.

7. So schlaf' ich denn nun