Druckschrift 
Evangelisches Choralbuch für den Männerchor / von Johannes Zahn
Entstehung
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Vorwort zur vierten Auflage.

Da dieses vorliegende Büchlein nun zum vierten Mal an's Licht tritt, dürfte es kaum nötig sein, etwas zu seiner Verteidigung oder Em­pfehlung zu sagen. Aber ich möchte diese Gelegenheit benützen, meine Freude darüber kund zu geben, daß die Reform des evangelischen Ge­meindegesanges, an der ich seit mehr als 30 Jahren mitgearbeitet habe und zu welcher auch dies Choralbuch beitragen sollte, trotz entgegenstehender Bestrebungen doch immer mehr sich Bahn bricht, daß allmählich in Folge gründlicherer historischer Kenntnis der bis vor Kurzem allgemein verbreitete Irrtum schwindet, die evangelischen Gemeinden hätten ihre Lieder nie anders als in gleich langen Noten gesungen und daß durch die in Bayern gemachten Erfahrungen auch die falsche Meinung widerlegt ist, die evan­gelischen Gemeinden könnten ihre Lieder nicht anders als in dem durch den Verfall der Kirchenmusik herbeigeführten monotonen Rhythmus singen. Ferner habe ich zu bemerken, daß in dieser Auflage noch einige Me­lodien beigefügt worden sind. Es wird nun das Buch für die Haus­andacht, für die Feier der kirchlichen Feste und für Begräbnisse eine er­wünschte Auswahl von Liedern bieten und so dem praktischen Bedürfnis noch vollständiger genügen als bisher. Endlich bemerke ich noch, daß statt der bisherigen Einteilung nach Verszeilen in dieser Auflage die Takt­einteilung angewendet ist. Damit wird dem Dirigenten und dem Sänger das Taktieren erleichtert und vielleicht wird dadurch auch der weitverbreiteten verkehrten Praxis Abbruch gethan, nach welcher man nicht die Melodie,