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Gesangbuch für die Evangelische Kirche im Großherzogtum Hessen : [nebst] Gebete zur häuslichen Andacht
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Der Tag des Herrn.

Mund und Ohren; unser wie wird an diesem Orte Bitten, Flehn und Singen meine Seele fröhlich sein! laß, Herr Jesu, wohl ge- Hier ist Gottes Angesicht; lingen. Tob. Clausniter,+1684. hier ist lauter Trost undlicht.

Mel. Ach, was soll ich Sünder machen zc. ( Sollt ich meinem Gott nicht trauen.) 7 Herr err, es ist ein Tag erschienen, der mich in den Himmel weist und an Gott gedenken heißt; darum komm ich, dir zu dienen; richte du mich selber zu, daß ich deinen Willen thu.

2. Stille selbst an diesem Morgen den verwirrten Lauf der Welt, der uns hier ge­fangen hält; brich die Nacht der eitlen Sorgen, daß ich hent, von allem frei, dir allein ergeben sei.

3. Kröne mich mit deinen Gaben, zieh mich an mit deiner Kraft, die den neuen Menschen schafft; ach, was Freude werd ich haben, wenn das Herz in meiner Brust sucht am Herren seine Lust.

4. Laß die Predigt wohl gelingen, steh auch deinem Worte bei, daß es in mir kräftig sei. Unser Beten, unser Singen, und was sonst noch wird gethan, siehe du mit Gnaden an!

C. Neumann, 1715.

Mel. Gott des Himmels zc.

8 Thut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein; ach,

2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir; wo du Woh­nung hast genommen, da ist lauter Himmel hier. Beuch in meinem Herzen ein, laß es deinen Tempel sein!

3. Laß in Furcht mich vor dich treten, heilge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Beten dir ein lieblichOpfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, zeuch das Herz zu dir empor!

Lande, wenn dein Saatkorn 4. Mache mich zum guten in mich fällt; gieb mir Licht in dem Verstande, und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn!

5. Stärk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben; halte stets dein Wort mir für, daß es mir zum Leit­stern dient und zum Trost im Herzen grünt.

6. Rede, Herr, so will ich hören, und deine Wille werd erfüllt! Nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt; speise mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not!

B. Schmold, 1737,