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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg, und von der Grafschaft Mark, mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten
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Gott, dem ew'gen Vater. O wie große Wunderthat, Er trägt unsre Misfethat Und stillet unsern Hader!

4. Des dank' ihm alle Christen­heit Für solche große Güte Und bitte sein' Barmherzigkeit, Daß er uns fort behüte Vor falscher Lehr' und bösem Wahn, Der un­sern Seelen schaden kann; Er woll' all' Schuld vergeben. Vater, Sohn und heil'ger Geist, Gib uns, was dein Wort verheißt: Laß uns in Frieden leben.

Martin Luther,* 1483,+1546.

Christfestlieder.

ein tiefes Meer, Daß ich dich möchte fassen!

6. Wenn bitterlich mein Herze weint Und keinen Trost fann fin­den, Dann rufst du mir: ,, ich bin dein Freund, Ich tilge deine Sün­den! Was trauerst du in deinem Sinn, Da ich dein Bruder worden bin, Die Kindschaft dir zu geben?"

7. So hoff' ich denn, du werdest mir Dies Eine nicht versagen: Daß ich dich möge für und für In meinem Herzen tragen. In mir soll deine Wohnung sein, Komm, komm und fehre bei mir ein Mit allen deinen Freuden.

Paul Gerhardt, 1607,+1676.

Mel. Nun freut euch, liebe Christen.

52. hsteh' an deiner Krippe

hier, Jesu, du mein Leben! Zu dir komm' ich und schenke dir, Was du mir hast ge­es ist mein

Mel. Jeju, meine Freude. esus ist

Seift und Sinn, sperz, Seet" und 53. Jantet om, men

gekommen!

Mut, nimm alles hin, Und laß dir's wohlgefallen.

2. Du hast mich ganz und gar erfüllt mit deiner Lieb' und Güte, Dein hoher Glanz, dein göttlich Bild Liegt stets mir im Gemüte; Und wie könnt' es auch anders sein? Wie könnt' ich deinen Gna­denschein Aus meinem Herzen lassen?

3. Da ich noch nicht geboren war, Bist du mir schon geboren und hast mich dir zu eigen gar, Eh' ich dich kannt', erkören. Noch war ich nicht an's Licht gebracht, Da hast du schon bei dir bedacht, Wie mein du wolltest werden.

4. Jch lag in tiefer Todesnacht, Du wurdest meine Sonne, Die mir im Herzen angefacht Licht, Leben, Freud' und Wonne. O Sonne, die des Glaubens Licht In mei­nem Herzen aufgericht't, Wie schön sind deine Strahlen!

5. Mit Freuden blick' ich auf dich hin, und kann nicht satt mich sehen, Doch nimmer wird mein blöder Sinn Dein Wesen ganz verstehen. daß mein Geist ein Abgrund wär', Und meine Seel'

Frommen, Dankt ihm, daß er kam, Daß er hier auf Erden, Unser Heil zu werden, Seine Wohnung nahm. Mensch, wie wir, erschien er hier, um des Vaters gnäd'gen Willen An uns zu erfüllen.

2. Laßt uns niederfallen, Dan­fen, daß er allen Freund und Bru­der ist. Gott auf seinem Throne liebt uns in dem Sohne, Hilft durch Jesum Christ. Welch ein Heil, an Christo teil, Teil an feines Geistes Gaben, An Gott selbst zu haben!

3. Reine Macht der Sünden Wird uns überwinden, Er bleibt ewig treut. Dort wird er vom Bösen Gänzlich uns erlösen, Hier steht er uns bei. Unser Freund, mit Gott vereint, Wird uns immer Hülfe senden, Daß wir siegreich enden.

4. Auf dem Richterthrone Wer­den wir im Sohne Unsern Retter schau'n. Heil und ewig Leben Wird er allen geben, Die ihm fest ver­trau'n. Er ward hier versucht, wie wir, D'rum wird er der Schwachheit schonen, Und aus Gnaden lohnen.

Balthasar Münter, 1735, 1793.

Univ.- Bibl. Giessen