Sonntagslieder.
Mel. Wer nur den lieben Gott läßt
walten. Mel. 2.
9. Wie
ie selig ist der Ort zu nennen, wo Gottes Wort im Schwange geht, wo Licht und Recht ganz helle brennen, und Zion niemals wüste steht, da man im Schmuck der Heiligfeit dem Herren opfert allezeit!
2. Weh aber, wo die Lebensworte so rar und teuer worden sind, daß man an solchem wüsten Orte von Gott nur dunkle Spuren findt! Wie billig wird
3. Wir dürfen keinen Zweifel tragen, als wär allhier nicht Gottes Haus; wo wir nach Gottes Worte fragen, da macht er eine Kirche draus: sie sei nun zahlreich oder klein, so muß sie ihm doch heilig sein.
4. So treten wir im Geist zusammen, so singen wir des Herren Lied, so bringen wir die Opferflammen, auf welche Gott in Gnaden sieht; so lesen wir und hören an, was Gottes Wort uns lehren kann.
5
5. Ach Herr, gieb selber das Gedeihen, laß doch kein Wort vorüber gehn, laß uns die Seelenspeis erfreuen, laß unser Herz erquicket stehn, gieb unsrer Einfalt deutlich ein das, was uns kann erbaulich sein!
mit dem Herzen selbst bekennt. Wenn uns die Welt Verfolgung dräut, so gieb, o Herr, Beständigkeit!
Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend.
der Ort beweint, wo Gottes 10. Mein Gott, die Sonne
Wort
entfernet
geht herfür, sei
du. die Sonne selbst in mir, du Sonne der Gerechtigkeit, vertreib der Sünden Dunkelheit!
7. Ja bau du selbst in unsrer Seele dir ein lebendig Gotteshaus, so wird in dieser Jammerhöhle ein angenehmer Sab bath draus, bis wir in jenen Tempel gehn und vor vor des Lammes Stuhle stehn.
Benjamin Schmold g. 1672 t 1737.
2. Mein erstes Opfer ist dein Ruhm, mein Herz ist selbst dein Eigentum; ach fehre gnädig bei mir ein, du mußt dir selbst den Tempel weihn.
3. Gieb, daß ich meinen Fuß bewahr, eh ich mit deiner Kirchenschar zum Hause Gottes wallen geh, daß ich auch heilig vor dir steh.
4. Bereite Herze, Mund und Hand und gieb mir Weisheit und Verstand, daß ich dein Wort mit Andacht hör, zu deines großen Namens Ehr.
5. Schreib alles fest in meinen Sinn, daß ich nicht nur ein Hörer bin; verleihe deine Kraft dabei, daß ich zugleich ein Thäter sei.
6. Erhalt uns bei dem Glaubensgrunde, den du den Eckstein haft genennt, daß man dich nicht nur mit dem Munde, auch mag; bewahr mich vor der argen
6. Hilf, daß ich diesen ganzen Tag mit Leib und Seele feiern


