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Geraer Gesangbuch : zum Gedenktage der feierlichen Einweihung der neuerbauten St. Johanniskirche am 18. Sept. 1885
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Treue, die in Lieb' geworden eins. dich aufgenommen, du wahrer See­Wohl mir, daß ich mich erfreue lenfreund, Herr Jesu Chrift! Wo solchen seligen Vereins. Mir ist unter allen Gästen, die da kommen, wohl bei höchstem Schmerz, denn du der gefeiertste und liebste bist; ich weiß ein treues Herz. wo aller Herzen dir entgegenschlagen, und aller Augen freudig auf dich sehn; wo aller Lippen dein Gebot erfragen, und alle deines Wints

1027. Fang' dein Werk mit gewärtig stehn.

Mel. Jesu Leiden, Bein 2c oder: Schwing' dich auf zu zc.

Jesu an, Jesus hat's in Händen; Jesum ruf zum Beistand an, Jesus wird's wohl enden. Steh' mit Jesu morgens auf, geh' mit Jesu schlafen; führ' mit Jesu deinen Lauf, lasse Jesum schaffen.

2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, daß er woll' dein Helfer sein stets in allen Nöten. Morgens, abends und bei Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und macht dich sucht zu bestreiten.

3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten; er wird dich vor ihrer List schützen und be­hüten. Setz' nur das Vertrauen dein in sein' Allmachtshände und glaub' sicher, daß allein er dein Unglück wende. 20

4. Wenn denn deine Sach' mit Gott also angefangen, o so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen. Es wird folgen Glück und Heil hier in diesem Leben; endlich wird dir Gott dein Teil auch im Himmel geben.

5. Nun, Herr Jesu, all' mein' Sach' sei dir übergeben; es nach deinem Willen mach' auch im Tod und Leben. All' mein Wert greif' ich jetzt an, Herr, in deinem Na­men; laß es doch sein wohlgethan! Darauf sprech' ich: Amen!

2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, in deiner Liebe eines Geistes sind, als beide eines Heils gewürdigt, keiner im Glaubens­grunde anders ist gesinnt; wo beide unzertrennbar an dir hangen in Lieb' und Leid, Gemach und Un­gemach, und nur bei dir zu bleiben stets verlangen an jedem guten, wie am bösen Tag.

3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen mit Händen des Ge

Eigene Melodie,

oder: So führst du doch recht zc.

Freund der Kinder, der sie als die Seinen mit mehr als Mutterliebe hegt und pflegt; wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln und hor­chen deiner süßen Rede zu und lernen früh dein Lob mit Freuden stam­meln, sich deiner freun, du lieber Heiland du.

4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen und wissend, wessen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in einem Eifer brennen: daß es nach deinem Willen mag geschehn; als deine Diener, deine Hausgenossen, in Demut willig und in Liebe frei, das Ihre schaffen froh und unverdrossen, in kleinen Dingen zeigen große Treu'.

5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, wo man bei keiner Freude dein vergißt. O selig Haus, wo du die Wunden heilest und aller Arzt und aller Tröster bist; bis

1028. selig Haus, wo man jeder einst sein Tagewerk vollendet,

und