Belehrung.
7. Kommt auch, ihr betrog'nen Herzen, Die ihr eure Liebe theilt! Hab' ich nicht mit tausend Schmerzen Euren Schaden ganz geheilt? Laßt das Herz nicht mehr halbiren, Lieber es recht kräftig rühren. Kommet ganz, nicht halb heran, So nehm' ich euch liebreich an.
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8. Kommet auch, ihr blöden Tauben, Die ihr arm und elend seyd; Kommt mit thränenvollem Glauben, Der anhaltend sehnlich schreit: Ach, HErr JEsu, Gnade, Gnade Für mich allerärmste Made! Seyd ihr so, kommt nur heran, Ich nehm' euch gar gerne an.
9. Kommt auch ihr, die ich schon kenne, Freunde, längst mit mir vertraut, Die ich treu und zärtlich nenne Meine Glieder, meine Braut. Ihr müßt täglich näher kommen, Mehr von Liebe eingenommen, Schön vollenden euern Lauf, Dann nehm' ich euch selig auf. Belehrung.
( 1 Cor. 10, 16.)
Mel. Wer nur den lieben GOtt 2c.
1. Mein JEsu! der du vor dem Scheiden In deiner letten Trauernacht Uns hast die Früchte deiner Leiden In einem Testament vermacht, Es preisen gläubige Ge müther Dich, Stifter dieser hohen Güter.
2. So oft wir dieses Mahl genießen, Wird dein Ge dächtniß bei uns neu; Man kann aus frischen Proben schließen, Wie brünstig deine Liebe sey, Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen Verneuern sich in unsern Herzen. 3. Es wird dem zagenden Gewissen Ein neues Siegel aufgedrückt, Daß unser Schuldbrief sey zerrissen, Und Leib und Seele wird erquickt, Da wir Vergebung unsrer Sünden In deinen blut'gen Wunden finden.
4. Das Band wird fester zugezogen, Das dich und uns zusammenfügt. Die Freundschaft, die wir sonst gepflogen, Fühlt, wie sie neue Stüßen kriegt, Wir werden mehr in solchen Stunden Mit dir zu Einem Geist verbunden.
5. Dies Brod kann wahre Nahrung geben, Dies Blut erquicket unsern Geist. Es mehrt sich unser innres Leben, Wenn unser Glaube dich geneußt. Wir fühlen neue Kraft und Stärke In unserm Kampf und Glaubenswerke.


