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Das kleine Communion-Buch : ein Auszug aus dessen größerem Communion-Buch / von Prälat Dr. Kapff, Stiftsprediger und Oberkonsistorialrat in Stuttgart
Entstehung
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Gebet nach dem erstmaligen Genuß

besondere Seligkeit empfunden? Dann glaube nur nicht, jetzt habe schon Alles seine Richtigkeit bei dir und du seyest jetzt ein ganzer Christ. Schon gar Viele meinten, sie seyen wie im Himmel und vergaßen dar­über die Hölle und ihre Einflüsse und wurden über­müthig und wachten nicht über sich, da verflogen die frommen Rührungen, und Gefühle anderer Art füll­ten wieder das Herz und es gewann die Welt wieder lieb, und so fielen sie aus der ersten Liebe und konnten den HErrn nicht oder beinahe nicht mehr finden. Deßwegen freue dich gerne, wenn das Abendmahl dich herzlich erquickt und reichlich gesegnet hat, aber vergiß nicht, daß das nur Waffen in dem Kampf sind, nicht der Kampf selbst, noch weniger der Sieg. Ge­fühle wechseln, und wie sie heute für den Himmel auf­flammen konnten, so können sie morgen oder heute noch die Welt küssen. Deßwegen sey der Glaube oder vielmehr JEsus deines Glaubens Burg und die stille Liebe zu ihm und der ernstliche Wille, ihm zu gefallen, das bleibe fest in dir und erhaben über allen Wechsel der Empfindungen.

Hast du aber beim Abendmahl nicht das gefun­den, was du erwartetest, ist der Segen unter dem, was du dir vorstelltest, geblieben, und es fällt dir auf, daß du jeßt noch seyest, wie vorher, so wisse, daß geistliche Wirkungen oft verborgen und stille gesche­hen, wie der HErr dort dem Elias sich offenbarte nicht im Sturm und nicht im Erdbeben und nicht im Feuer, sondern im stillen sanften Säuseln( 1 Kön. 19, 12.). Nicht auf unser Gefühl kommt es an, sondern auf des HErrn Wort und Verheißung. Nicht nach

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