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Pommerscher neu aufgerichteter Sing-, Bet-, Lob- und Dank-Altar, oder vollständiges Gesang-Buch, darin nunmehr Ein Tausend Vier Hundert und Neun Lieder nebst nützlichen Gebeten enthalten
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Geistreiche Gebete.

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tommen wird in seiner großen Herrlichkeit, aufnehmen und ent= pfangen, welchem sei Ehre und Preis, Kraft, Glorie und Herrlich­keit in Ewigkeit. Amen.

Gebet um bequemes Gratewetter.

Gnädiger Gott, barmherziger Vater im Himmel, wir tragen dir unsere Not demütig vor, und rufen dich bußfertig an, du wollest zur Ginerntung und Sammlung der lieben Feldfrüchte be­quemes Wetter und beständigen Sonnenschein verleihen, damit wir des Segens, den uns deine Barmherzigkeit zeiget, teilhaftig werden, und Menschen und Vieh nach Notdurft ihre gesunde Nah­rung und Erhaltung davon haben mögen. Bewahre die reifen Früchte vor Hagel, Schlossen und Ungewitter, und behüte auch in der Erntearbeit Menschen und Vieh in der Stadt und auf dem Lande vor allem Schaden und Unglück. Strafe uns nicht in deinem Zorn, wende alle Hungersnot und teure Zeit in Gnaden von uns ab; hilf uns durch deine Kraft, daß wir nicht in deine Zorn= rute fallen, und uns mit Erust und rechtschaffenem Sinn zu dir befehren und unser sündliches Leben lassen mögen. Regiere uns durch deinen heiligen Geist, daß wir dir mit Freuden und reinem Herzen dienen, damit all dein Segen wieder über uns komme; laß uns gesegnet sein, und überschütte uns mit der Fülle deiner Guade, so wollen wir dich dafür ewig loben und preisen. Erhöre uns um Christi, unsers Herrn und Heilandes willen. Amen.

tavol

Gebet in großer Dürre um einen gnädigen Regen. Gott ists, der den Regen aufs Land giebt und lässet Wasser kommen auf die Straßen. Hiob 5, 10.

Barmherziger, gütiger Gott und Vater, du Ernährer derer, die dich anrufen, dessen Fußstapfen von Fett triefen, du siehest, wie das Land lechzet und sich nun etliche Wochen nach einem frischen Regen sehnet. Thue doch auf die Fenster des Himmels, und gieß herunter deinen großen Schaß, daß die dürren Früchte erquicket und wir dadurch gesättigt werden mit deinem Gut. Unser Land ist hart worden von der Dürre, es vertrocknet alles und hat keinen Saft mehr, die Wiesen werden gelb und der Acker verdorret. Wir verdienen zwar mit unsern Sünden, daß uns der Himmel wie Eisen und die Erde wie Erz sei; du läsfest aber dennoch regnen über Gute und Böse. Darum siehe nicht an unsre Sünde und Missethat; erbarme dich über dein Volk, das dich Vater nennet, und aus deiner gutthätigen Hand sein Stücklein Brot erwartet. Gebiet den Winden, daß sie Wolfen zusammen treiben, und den Wolken, daß sie Regen geben, daß Gras wachse auf dürren Bergen und die Äcker ihre Frucht bringen. Wir verschmachten ohne deinen Trost; das Vieh lechzet in den Gründen und die Vögel girren in 57*