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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Zur Liturgie [und] Gebete für evangelische Christen auf alle Wochen-, Sonn- und Festtage, so wie bei besondern Feiern und Anlässen [und] Episteln und Evangelien [...]
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Advent.

19

da

und Wahrheit Führte zur ewi-| lichkeit Die Werk deiner Ge­gen Klarheit.

rechtigkeit.

3. D große Gnad und Gü­tigkeit! O tiefe Lieb und Mil­digkeit! Gott thut ein Werk, das ihm kein Mann, Auch kein Engel verdanken kann.

4. Gott nimmt an sich unser Natur, Der Schöpfer eine Crea­tur, Verachtet nicht ein armes Weib, zu werden Mensch in ihrem Leib.

5. Des Vaters Wort von Ewigkeit Wird Fleisch in aller Reinigkeit; Das A und O, An­fang und End, Giebt sich für uns in groß Elend.

6. Was ist der Mensch, was ist sein Thun, Daß Gott für ihn giebt seinen Sohn? Was darf unser das höchste Gut, Daß es so unserthalben thut? 7. O weh dem Volk, das

11. Wo du dies thust, so ist er dein, Bewahrt dich vor der Höllen Bein; Wo nicht, so sieh dich eben für, Denn er schleußt dir des Himmels Thür.

8. O Mensch, wie, daß du nicht verstehst und dem König entgegen gehst, Der zu dir ganz demüthig kömmt und sich so treulich dein annimmt!

12. Sein erste Zukunft in die Welt Ist in sanftmüthiger Ge­stalt; Die andre wird erschreck­lich sein, Den Gottlosen zu großer Pein.

13. Die aber jetzt in Christo stehn, Die werden dann zur Freud eingehn, Besigen da der Engel Chör, Daß sie kein Uebel mehr berühr.

14. Dem Vater in dem höch­sten Thron, Sammt seinem ein­gebornen Sohn, Dem heilgen Geiste gleicher Weis, Sei ewig­lich Dank, Ehr und Preis.

Mich. Weiß, st. 1540.

veracht, Der Gnad fich

nicht theilhaftig macht, Nicht 28. Maie Thor macht

acht hoch die Thür,

hören will des Sohnes Stimm, Denn auf ihm bleibet Gottes Grimm!

weit! Es kommt der Herr der Herrlichkeit, Ein König aller Königreich, Ein Heiland aller Welt zugleich, Der Heil und Le­ben mit sich bringt! Derhalben jauchzt, mit Freuden fingt: Ge­Lobet jei mein Gott, Mein Schöpfer reich von Rath!

9. Ei, nimm ihn heut mit Freuden an, Bereit ihm deines Herzens Bahn, Auf daß er komm in dein Gemüth Und du genie­Best seiner Güt.

10. Unterwirf ihm deine Ver­nunft In dieser gnadenreichen Zukunft, Untergieb seiner Herr­

2. Er ist gerecht, ein Helfer werth, Sanftmüthigkeit ist sein Gefährt, Sein Königstron ist Heiligkeit, Sein Scepter ist Barmherzigkeit; All unser Noth zum End er bringt. Derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Ge­