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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Zur Liturgie [und] Gebete für evangelische Christen auf alle Wochen-, Sonn- und Festtage, so wie bei besondern Feiern und Anlässen [und] Episteln und Evangelien [...]
Entstehung
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Eigenschaften und Werke.

dich auch in mich, Daß ich als Liebe schmecke dich!

7. Du bist die Lebenskraft, Durch die sich alles reget, Was sich zum Guten nur In einger Art beweget. O daß dein Leben meinen Tod Verschlänge ganz, sammt aller Noth!

8. Du bist das höchste Gut, Nur du bist gut zu nennen. O laß mich außer dir kein ander Gut erkennen! Mach aber mei­nen Sinn und Muth Durch dich und dein Erbarmen gut.

9. So soll mein alles dich Mit Ruhm und Preis erhe­ben, Ja, ich will selbst mich dir Zum ganzen Opfer geben; Und du wirst auch mit Lust in mir Dein Bild erblicken für und für.

10. Ehr sei dir, großer Gott, Du Herr der Himmelsheere! Es jauchzen ewig dir Der Sel­gen Jubelchöre. Jch jauchze mit schon auf der Erd, Bis ich ein Himmelserbe werd.

I. Anast. Freylinghausen, g. 1670, st. 1739.

Mel. Wunderbarer König.

9. Un numschränkte Liebe,

Gönne blöden Au­

5

Schauplaß deiner Güte. Dei­ner Langmuth Ehre Wird durch neue Proben Immer herrlicher erhoben. O wie weit, wie breit Ueber Berg und Hügel Streckt sie ihre Flügel!

3. Was wir davon denken, Was wir sagen können, Ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden So viel Millionen Schulden Und dazu Ohne Ruh Lieben für das Hassen: Herr, wer kann das fassen!

4. Du vergiebest Sünde, Hörst der Sünder Flehen, Wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Nechte dräuet Und erbarmt sich wieder, Legt die Pfeile gerne nieder. Tiefen Schmerz Fühlt dein Herz, Wenn durch ernste Strafen Du mußt Beffrung schaffen.

2. Wasser, Luft und Erde, Ja, dein ganz Gebiete Ist ein

5. Herr, es hat noch keiner, Der zu dir gegangen, Statt der Gnade Recht empfangen. Wer zu deinen Füßen Sich mit Thrä­nen senket, Dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz Rührt dein Herz, Und du willst der Armen Gnädig dich erbarmen.

gen, Die sonst kaum auf Erden 6. König, sei gepriesen, Daß taugen, Daß sie in die Strahlen du so verschonest Und uns nicht Deiner Langmuth blicken, Die nach Werken lohnest. Deiner den Erdkreis huldreich schmük- Hand sei Ehre, Die so wohl ken Und zugleich Freudenreich regieret Und mit Ruhm den Bösen und den Deinen Wie die Scepter führet. Fahre fort, Sonne scheinen. Zions Hort, Langmuth auszu­üben Und die Welt zu lieben.

Joh. Jac. Rambach, g. 1693, ft. 1785.