Druckschrift 
Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Zur Liturgie [und] Gebete für evangelische Christen auf alle Wochen-, Sonn- und Festtage, so wie bei besondern Feiern und Anlässen [und] Episteln und Evangelien [...]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3

Mel. Christ unser Herr zum 2c.

5. Erheb dich stetig zu ihm

6. Was alle Weisheit in zu Und lern ihn recht erkennen;

Denn solch

Eigenschaften und Werke.

hier kaum kann lallen, Das läßt Gott aus dem Himmelszelt In alle Welt erschallen: Daß er al­leine König sei, Hoch über alle Götter, Groß, mächtig, freund­lich, fromm und treu, Der Frommen Schuß und Retter, Ein Wesen, drei Personen.

2. Gott Vater, Sohn und heilger Geist Heißt sein hoch­heilger Name; So kennt, so nennt, so rühmt und preist Ihn der gerechte Same; Gott Abra­ham, Gott Jsaak, Gott Jacob, den er liebet, Herr Zebaoth, der Nacht und Tag Uns alle Gaben giebet Und Wunder thut heilgen Throne. alleine.

dir Ruh Und macht die Seele brennen In reiner Liebe, die uns nährt zum ewgen Freuden­leben, Da, was allhier kein Ohr gehört, Gott wird zu schauen geben Den Augen seiner Kin­der.

4. Sieh hin, mein Herz, das ist dein Gut, Dein Schaß, dem keiner gleichet; Das ist dein Freund, der alles thut, Was dir zum Heil gereichet, Der dich ge­baut nach seinem Bild, Für dei­ne Schuld gebüßet, Der dich mit wahrem Glauben füllt Und all dein Kreuz durchfüßet Mit seinem heilgen Worte.

6. Weh aber dem verstockten Heer, Das sich hier selbst ver­blendet, Gott von sich stößt und seine Ehr Auf Creaturen wen­det! Dem wird gewiß des Him­mels Thür Einmal verschlossen bleiben; Denn wer Gott von sich treibt allhier, Den wird er dort auch treiben Von seinem

7. Ei nun, so gieb, du großer 3. Der Vater hat von Ewig- Held, Gott Himmels und der keit Den Sohn, sein Bild, ge- Erden, Daß alle Menschen in zeuget. Der Sohn hat in der der Welt Zu dir bekehret wer­Füll der Zeit Im Fleische sich den. Erleuchte, was verblendet gezeiget. Der Geist geht ohne geht, Bring wieder, was ver­Zeit herfür Vom Vater und irret; Reiß aus, was in dem vom Sohne, Mit beiden glei- Wege steht Und freventlich ver­cher Ehr und Zier, Gleich wirret Die Schwachen in dem ewig, gleicher Krone Und un- Glauben. getheilter Stärke.

8. Auf daß wir also allzu­gleich Zur Himmelspforte drin­gen, Und dermaleinst in deinem Reich Ohn alles Ende fingen: Daß du alleine König seift, Hoch über alle Götter, Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Der Frommen Schuß und Retter, Ein Wesen, drei Personen.

Paul Gerhardt, g. 1606, ft. 1676.