Vorwort.
Bei der vorliegenden Bearbeitung der„ Liederperlen" sind in erster Linie die Posaunenchöre, deren besondrer Wunsch diese vierstimmige Ausgabe war, ins Auge gefaßt. Doch hat dieselbe zugleich auf Orgel und Harmonium oder Klavier Rücksicht genommen, da die ,, Liederperlen" sich nicht blos den Vereinen sondern auch dem christlichen Hause darbieten wollen; und endlich hat der Satz auch dem gemischten Chor gerecht zu werden gesucht. Um des letzteren willen vornehmlich ist, so weit der Platz es verstattete, der vollständige Text der Lieder abgedruckt. Eine besondere Schwierigkeit bereiteten auch bei dieser Ausgabe die Choräle, da ihre Melodien in den verschiedenen Landeskirchen in von einander abweichender Fassung üblich sind. Die darin gegebenen wirklichen Verhältnisse unberücksichtigt zu lassen und überall die ,, ursprüngliche" Melodie zu geben, wäre wohl das Einfachste gewesen, schien uns aber, auch abgesehen davon, daß die ursprüngliche Melodie häufig nicht einmal festzustellen ist, nicht rätlich, da nun doch einmal innerhalb jeder Landesfirche die dort officiell vorgeschriebenen Melodien dem Volke geläufig geworden sind, und die Einführung abweichender Melodien nur Verwirrung anrichten kann. Aus eben diesen Erwägungen haben wir auch, trot unserer persönlichen Vorliebe für den rhythmischen Gesang, im allgemeinen darauf verzichtet, die Choräle rhythmisch zu geben, soweit sie nicht in einer oder der anderen der in Betracht kommenden Landeskirchen rhythmisch üblich sind. Da die Liederperlen" in erster Linie für den Nordbund herausgegeben und dessen offizielles Liederbuch geworden sind, so waren zu berücksichtigen: Schleswig- Holstein, Hannover, Mecklenburg, Hamburg, Lübeck, Bremen, Oldenburg, Braunschweig( abgekürzt: S.-H., Han., M., Hb., Lb., Br., D., Bg.), und wir haben nun den andern Weg eingeschlagen, neben einer Fassung der Melodie- und zwar meistenteils der in S.-H. üblichen die in den andern genannten Landeskirchen vorkommenden Abweichungen als Varianten zu geben. Wir hoffen, daß die Orientierung nicht zu schwierig sein wird. Man wird am besten thun, um für das Spiel resp. den Gesang die landesübliche Melodie, welche man gebrauchen will, klar zu stellen, alle von dieser abweichenden Varianten zu durchstreichen. Nur bei einzelnen Chorälen erschien eine Aufnahme der Varianten unthunlich, und es ist hier nur die ursprüngliche, auch in die neueren Choralbücher übergegangene Melodie gegeben.
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Die Nrn. stimmen vollständig mit der dreistimmigen Ausgabe überein, doch mußten einzelne Nrn. in ihrer Reihenfolge versetzt werden,
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