unsers HErrn und Heilandes Jesu Christi.
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und deine Sprache verrät dich. Spricht des Hohenpriesters Knechte einer, ein Gefreundeter des, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sahe ich dich nicht im Garten bei ihm? Da fing er an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne des Menschen nicht, von dem ihr saget. Und alsbald, da er noch redete, frähete der Hahn zum andern Mal. Und der HErr wandte sich um und sahe Petrum an. Da gedachte Petrus an das Wort Jesu, das er zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal krähet, wirst du mich dreimal verleugnen; und er ging hinaus und weinete bitterlich.
Des Morgens aber versammelten sich alle Hohenpriester, Schriftgelehrten und die Ältesten des Volks, dazu der ganze Rat, und hielten einen Rat über Jesum, daß sie ihn töteten. Und führeten ihn hinauf vor ihren Rat, und sprachen: Bist du Christus? sage es uns. Er aber sprach zu ihnen: Sage ich es euch, so glaubet ihrs nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht, und lasset mich dennoch nicht los. Darum von nun an wird des Menschen Sohn siten zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagets, denn ich bins. Sie aber sprachen: Was dürfen wir weiter Zeugnis? Wir habens selber gehöret aus seinem Munde.
Dritte Abteilung.
Das Leiden Jesu vor dem weltlichen Gerichte.
Und der ganze Haufe stund auf, und banden Jesum, führeten ihn von Caipha vor das Richthaus und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontio Pilato. Und es war noch frühe.
Da das sahe Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammet war zum Tode, gercuete es ihn, und brachte herwieder die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Ältesten und sprach: Ich habe übel gethan, daß ich unschuldig Blut verraten habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? da siehe du zu. Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hub sich davon, ging hin und erhentete sich selbst; und ist mitten entzwei geborsten und sein Eingeweide ausgeschüttet. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen, denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rat, und kauften eines Töpfers Acker darum zum Begräbnis der Pilger. Und es ist kund worden allen, die zu Jerusalem wohnen, also, daß derselbige Acker genennet wird auf ihre Sprache Akeldama, das ist, ein Blutacker, bis auf den heutigen Tag. Da ist erfüllet, das gesaget ist durch den Propheten Jeremiam, der da spricht: Sie haben genommen dreißig Silberlinge, damit bezahlet ward der Verkaufte, welchen fie kauften von den Kindern Israel, und haben sie gegeben um einen Töpfersacker, als mir der HErr befohlen hat.
Die Juden aber gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht uns rein würden, sondern dre Ostern essen möchten. Da ging Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Was bringet ihr für eine Klage wider diesen Menschen? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre dieser nicht ein Übelthäter, wir hätten ihn dir nicht überantwortet. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin und richtet ihn nach eurem Gesez. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen niemand töten. Auf daß erfüllet würde das Wort Jesu, welches er sagte, da er deutete, welches Todes er sterben würde.
Da fingen an die Hohenpriester und Altesten, ihn hart zu verklagen und sprachen: Diesen finden wir, daß er das Volk abwendet und verbeut, den Schoß dem Kaiser zu geben, und spricht: Er sei Christus, ein König. Da


