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Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche : [nebst] Gebete [und] Lektionar
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Sonntagslieder.

10

damit man stets an diesem Ort Gott diene, wie man soll.

8. Indessen such ich meine Ruh; o Bater, steh mir bei und gieb mir deinen Engel zu, daß er mein Wächter sei.

9. Gieb allen eine gute Nacht, die heute recht gelebt, und beßre den, der unbedacht hat wider dich gestrebt.

10. Wofern dir auch mein Thun gefällt, so hilf mir morgen auf, daß ich noch ferner in der Welt vollbringe meinen Lauf.

11. Und endlich führe, wenn es Zeit, mich in den Himmel ein, da wird in deiner Herrlichkeit mein Sabbath ewig sein.

Kaspar Neumann g. 1648+ 1715.

Sohne, der Hauch von deinem Geist, was unser Sinn gespüret, was unser Herz gerühret- für alles, alles sei gepreist.

4. Laß diesen Strahl des Lebens, dies Licht doch nicht ver­gebens für uns entzündet sein! Noch in den dunklen Stunden, wenn alles sonst verschwunden, leucht es in unser Herz hinein!

5. Was dieses Licht verdun­felt, obs noch so gleißt und funkelt, das bleib uns ewig fern. Sei du allein die Sonne des Lebens und die Wonne des Herzens und des Auges Stern!

6. Wenn sich die Augen sen­ken, dann laß dein Angedenken nicht völlig schlafen ein! Laß in den Finsternissen dein Wort und mein Gewissen die beiden treuen

Mel. Welt, ich muß dich lassen.

21. Die schönen Sonntags- Wächter ſein! stunden sind

dahingeschwunden, uns grüßt die Abendruh; nun will ich all mein Dichten zu dir nach oben richten, Anfang und Ende bleibest du.

2. Herr, dir sei Preis und Ehre für alle Lieb und Lehre, die ich empfangen heut; du bist allein zu loben für jedes Licht von oben, das diesen Tag hat eingeweiht.

3. Der Glanz von deinem Throne, das Wort von deinem

7. Ein Strahl von deinem Lichte erleuchte mein Gesichte auch in der finstern Nacht! Im tiefsten Schoß der Stille ent­schlummert jeder Wille, du aber bists, der ewig wacht.

8. Herr, schenke mir indessen ein seliges Vergessen von allem eitlen Wahn! Mag auch kein Aug mich schauen, sich von des Himmels Auen nur du, mein Gott und Herr, mich an!

Chr. Heinr. Puchta g. 1808 1858.