Druckschrift 
Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche : [nebst] Gebete [und] Lektionar
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4

Sonntagslieder.

Eigene Melodie.

4. Mein Gott, laß mir dein

6. Liebſter Jefu, wir find Lebenswort, führ mich zur Him­

dich Wort anzuhören, lenke Sinne und Begier auf die süßen Himmelslehren, daß die Herzen von der Erden ganz zu dir ge­zogen werden.

Mel. Gott des Himmels und der Erden.

2. Unſer Wiſſen und Verſtand 8. Großer Gott von alten

mit Finsternis verhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, thun und dichten mußt du selbst in uns verrichten.

Hand die Welt regiert, dessen Treu auf allen Seiten mich von Jugend auf geführt, heute weckt des Tages Lauf mich zu lauter Andacht auf.

3. du Glanz der Herrlich­keit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, mach uns allesamt be­reit, öffne Herzen, Mund und Ohren! Unser Bitten, Flehn und Singen laß, Herr Jesu, wohl gelingen!

Tobias Clausniger g. 1618 1684.

Mel. Erschienen ist der herrlich Tag.

7. Gott Gott ott Lob, der Sonntag

kommt herbei, die Woche wird nun wieder neu; heut hat mein Gott das Licht gemacht, mein Heil hat mir das Leben bracht. Halleluja!

2. Das ist der Tag, da Jesus Christ vom Tod für mich er­standen ist und schenkt mir die Gerechtigkeit, Trost, Leben, Heil und Seligkeit. Halleluja!

3. Das ist der rechte Sonnen­tag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit Gott versöhnet sind, daß nun ein Christ heißt Gottes Kind. Halleluja!

leben heiliglich und dir lobsingen ewiglich! Halleluja!

Joh. Olearius g. 1611 1684.

2. Ach wie lieb ich diese Stun­den, denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost ver­bunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Leben weist.

3. Habe Dank für diesen Mor­gen, der mir Zeit zum Guten schenkt; das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt und von Herzen bet und singt, daß es durch die Wolken dringt.

4. Was ist schöner als Gott dienen, was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht.

5. O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigen­tum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es fünftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn.

Kasp. Neumann g. 1648 1715.