Advents- Lieder.
gerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad' und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach fomm, ach komm, o Sonne, und hol' uns allzumal zu ew'gem Licht und Wonne in deinen Freudensaal.
Paul Gerhardt( 1606-1676). Mel. Sollt' es gleich bisweilen ic. 14. Zions König ist er schienen! Laßt
uns ohne Furcht ihm die nen. Sanft und mild kommt er zu euch, Menschen, seht, er wird uns gleich.
2. Naht dem wundervollen Kinde! Es betritt die
Welt der Sünde, nennt sich selbst des Menschen Sohn, und der Himmel war sein Thron.
3. Fern von Hoheit, Macht und Größe trägt er Schwachheit, Armuth, Blöße, alle Leiden, jeden Schmerz theilt mit uns sein liebend Herz.
4. Der nicht hat, sein Haupt zu legen, geht umher und spendet Segen, macht der Blinden Augen sehn, heißt die Todten auf erstehn. susid
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5. Das Gefeß mit dunklen, bangen Saßungen hielt uns gefangen, todtes Bild und Schatten war Tempel, Opfer und Altar.
6. Nun zerreißt die dichte Hülle, denn er trägt der Gottheit Fülle! Es ward Licht, als er erschien, Gnad' und Wahrheit ward durch ihn.
7. Gottesliebe, Bruderliebe! Ach die seligsten der Triebe, Großmuth, Feinden zu verzeih'n, flößt er unsern Seelen ein.
8. Bu der Erde neigt sich wieder Gott mit WohlSündern Tod gedräut, ist gefallen nieder; der den nun ganz Barmherzigkeit.
9. Seine Lieb' uns zu verpfänden, fonnt' er etwa Größ'res senden als den Sohn der Ewigkeit, zum Erlöser uns geweiht?
10. Und er ist im Fleisch gekommen! Freut euch, Sünder, jauchzt, ihr Frommen! Betet an, lobsingt, nun ist Gott mit uns durch Jesum Christ.
Samuel Bürbe( 1753-1831).


