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Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg : [nebst] Die Leidensgeschichte Jesu Christi; Sonn-, fest- und feiertägliche Evangelien und Episteln; Gebete
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I. Allgemeine Gebetlieder.

2. Wenn morgens ich erwache Und schlafe abends ein, Befehl' ich Gott die Sache: Herr, hilf mir, ich bin dein!

3. Geh' ich an die Geschäfte, So bitt' ich zum Gedeihn Ihn um Verstand und Kräfte: Herr, hilf mir, ich bin dein!

4. Will sich mein Fleisch ver­gehen, Betrogen von demSchein, So halt' ich an mit Flehen: Herr, hilf mir, ich bin dein!

5. Wenn mich die Sünden krän­ken, So kann ich noch allein An den Verfühner denken: Herr, hilf mir, ich bin dein!

6. Fühl' ich mich schwach im Be­ten, und ist mein Glaube klein,

9. Beherrscher aller Welten! JmStaube bet' ich an. Wie könnt' ich dir vergelten, Was du an mir gethan? War nicht an jedem Morgen, Gott, deine Güte neu Und machte mich von Sorgen, Von Gram und Kummer frei? 2. D Gott, wie viele Sünden Hast du mir schon verziehn! Ach laß mich Gnade finden Und segne mein Bemühn, Mich selber zu bezwingen, zu thun, was dir gefällt, Das Kleinod zu erring­en, Das ew'gen Wert behält!

3. Gott, alle meine Tage Sind Beugen deiner Huld. Wie oft

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Soll mich sein Geist vertreten: Herr, hilf mir, ich bin dein! 7. Wenn ich in Leidenstagen Bei seiner Rute wein', So will ich kindlich sagen: Herr, hilf mir, ich bin dein!

Mel. Valet will ich dir geben zc.( Klaglieder 3, 22-24.)

8. Will Satan mich berauben, Und macht die Welt mir Pein, Ruf' ich getroft im Glauben: Herr, hilf mir, ich bin dein!

9. Macht auch mein Herz mir Grauen, Der Herr sei nicht mehr mein, So seufz'ich vollVertrauen: Herr, hilf mir, ich bin dein!

10. In meinen legten Stunden Schäß' ich mich heil und rein Durch meinesHeilands Wunden: Er hilft mir, ich bin sein!

Philipp Friedrich Hiller 1767.

traf eine Plage Mich nur aus eigner Schuld! O möchte doch dein Segen, Der mich bisher er­freut, Mich dringen und bewegen Zur thät'gen Dankbarkeit!

4. Gieb, daß ich dir vertraue, Der du die Liebe bleibst, Auch wann du mich auf rauhe Und steile Pfade treibst; Wann in Ge­fahr und Schmerzen Mein Geist will mutlos ſein, So flöße mei­nem Herzen Geduld und Hoff­nung ein!

5. Zum Besten soll mir dienen Das Leiden dieser Zeit; Noch ist sie nicht erschienen, Die große

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