Druckschrift 
Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg : [nebst] Die Leidensgeschichte Jesu Christi; Sonn-, fest- und feiertägliche Evangelien und Episteln; Gebete
Entstehung
Einzelbild herunterladen

I. Allgemeine Gebetlieder.

Denn mein Vermögen ist zu matt, Die großen Wunder zu erhöhn, Die allenthalben um mich stehn.

5. Lob sei dir, o mein Gott und Vater, Für Leib und Seele, Hab und Gut; Lob sei dir, milde: ster Berater, Für alles, was dein Lieben thut, Daß mir in deiner weiten Welt Beruf und Wohlsein ist bestellt.

6. Mein treuster Jesu, sei ge­priesen, Daß dein erbarmungs­volles Herz Sich mir so hilfreich hat bewiesen Und mich durch dei­nenTodesschmerz Vom Sünden­elend hat befreit Und dir zum Eigentum geweiht.

7. Auch dir sei ewig Lob und Ehre, Oheilig werter Gottes­geist, Für deines Trostes süße Lehre, Die mich ein Kind des Lebens heißt. Was Gutes soll an mir gedeihn, Das wirkt dein göttlich Licht allein.

8. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o rei­cher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du bist es, Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld Unsäglich gnädige Geduld.

9. Demütig küss'ich deine Rute, Womit du mich gezüchtigt haft.

3

Wie viel thut sie mir doch zu gute! Sie ist mir eine sanfte Last Und macht mich fromm und zeugt dabei, Daß ich dir lieb und teuer sei.

Ebr. 12, 6.

10. Jch habe ja mein Lebetage Es schon so manchesmal geſpürt, Daß du mich unter vieler Plage Getreulich haft hindurchgeführt; Denn in der größesten Gefahr Ward ich dein Troftlicht auch gewahr.

11. Wie sollt' ich nun nicht voller Freuden In deinem stäten Lobe stehn? Wie wollt' ich auch im tiefsten Leiden Nicht trium­phierend weiter gehn? Und ging's auch in den Tod hinein, So will ich doch nicht traurig sein.

12. Ich will von deiner Güte singen, Solange sich die Zunge regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, Solange sich mein Herz bewegt; Ja, wann der Mund wird kraftlos sein, So stimm' ich noch mit Seufzen ein.

13. Ach nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen Gna­den hin! JmHimmel soll es besser werden, Wann ich bei deinen Engeln bin; Da bring' ich mit der sel'gen Schar Dir tausend Hallelujah dar!

Johann Menker 1704.

Eigene Mel.( Pf. 103, 1-13.)

5. Womit soll ich dich wohl| Sendemir dazuvon oben Deines loben, Mächtiger Herr Zebaoth? Geistes Kraft, mein Gott! Denn