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henden Schicksale um Rath fragte, antworteten ihm, daß er die Christen als ges schworne Feinde des Reichs verbannen, oder vertilgen müßte, wenn er die Götter auf seiner Seiten, und einen beglückten Ausschlag in den sehr gefährlichen Ums ständen haben wollte. Der Kayser, wels cher diesen unmenschlichen Vortrag båtte verabscheuen sollen, ließ sich von dem Aberglauben überführen, und gabe die schärfeste Befehle, welche man an den unfchuldigen Christen genau vollziehen sollte. Da finge das Wüten, und Toben an, die Christen wurden auf allen Dertern ergriffen, mit Ketten, und Banden belegt. Man errichtete Mordbühnen, und Scheiterbaufen, auf welchen diese Schlachtopfer sollten verzehret werden; und bald darnach sabe man nichts als schreckbare Blutsvergießungen. Allein durch diese Opfer konnten nicht die falsche Götter bes friediget werden, denn dieses Blutbad diente nur alleinig den wahren Gott zu verbitteren, und gegen jene aufzuhäßen, welche diese Niederlagen angesponnen hatten.
Die barbarische Völker fuhren indessen A 6
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