Wer täglich Gott die Treue schwöret, Und dann vergißt, was er beschwur; Und klagt, daß Gott ihn nicht erhöret, Der spottet feines Schöpfers nur.
Beth oft zu Gott, und schmeck in Freuden, Wie freundlich er dein Vater ist. Beth oft zu Gott, und fühl im Leiden, Wie göttlich er das leid versüßt. Beth oft, wenn dich Versuchung quålet; Gott hörts, Gott ists, der Hilfe schafft. Beth oft, wenn innrer Trost dir fehlet; Er gibt den Müden Stark und Kraft.
Beth oft, und heiter im Gemüthe Schau dich an seinen Wundern jatt. Schau auf den Ernst, schau auf die Güte, Mit der er dich geleitet hat.
Hier irrtest du in deiner Jugend, Im Alter dort. Er trug Geduld, Rief dich durch Glück und Kreuz zur Tugend; Erkenn und fühle feine Huld.
Beth oft und schau mit selgen Blicken Hin in des Ewigen Gezelt, Und schmeck im gläubigen Entzücken Die Kräfte der zukünftgen Welt. Ein Glück von Millionen Jahren, Welch Glück! Doch ists von jenem Glück, Das dem der Herr wird offenbaren, Der ihm hier dient, kein Augenblick!
Beth


