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Johann Mathefit.
Für einen Saus: Vater, dem sein Weib stirbt.
S
lebendiger GOtt und Tröster aller bes trübten, ich habe meinen liebsten Schak auf Erden in Kinds Nöthen verlohren, dann du hast mir ein Ripp und Stück von meinem Herzen weggerissen, doch glaub ich, solches sen nicht ohne dein Wissen und Wohl gefallen geschehen. Du hast sie mir eine zeit lang gelassen, und nun wieder zu dir aus dies fem Elend genommen, weil sie deinen Sohn erkannt und angeruffen hat. Troste mich traurigen und elenden Wittwer, und hilf mir mein Leid tragen, und meine kleine Kin der erziehen, und schicke ein seeliges Stünd. lein, daß ich und die Meinen, bald vor deinem Ungesicht, in neuer Freud und ewiger Liebe zusammen kommen, der du alle eheliliche Liebe pflanzen, und aus Leyd ewige Freud und Wohlgefallen machen kanst, hochgelobet in alle Ewgkeit, Amen.
A¹
Für einen sterbenden gaus Vater. Umächtiger Schöpfer, und Vater dei nes lebendigen Sohns, ich habe meinen Lauf verrichtet, und gehe nun nach deinem W len den Weg alles Fleisches, und bin ge tau cabsolvir tund mit deines Sohns Fleisch und Blut geſpeiset, zum ewigen Leben versie.
gelt


