Unterricht vom rechten Gebrauch
lehret, daß sehr viele Christen nicht eins mal wissen und verstehen, worauf es bei dem würdigen Genuß des Leibes und Blutes Jesu Christi hauptsächlich ankommt, daß bei manchen diese heilige Handlung in einen aberglaubischen Misbrauch ausartet, und daß noch andere, die es im übrigen redlich meinen, sich ohne Noth mit Furcht und Angst martern, an statt, daß sie sich über die Wohlthat ihres Erlösers freuen sollten.
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Manche stehen nämlich in den Gedanken: der Genuß des heiligen Abendmahls sey ein Mittel, wodurch alle ihre Sunden auf einmal so abgetilgt werden könnten, daß sie dann nicht nöthig hätten, sich eines tugendhaften Lebens mit Ernst und Eifer zu befleisigen. Daher gehen sie zwar allemal zum Tische des Herrn, wann die Zeit, die sie einmal dazu festgesezt haben, da ist, und sie machen sich vielleicht ein groses Bedenken, ein oder etliche Wochen. über die Zeit zu warten; aber wenn sie nur das äusserliche Werk verrichtet haben, so bekümmern sie sich weiter nicht darum, ob in ihrer Denkungsart und Aufführung eine heilsame Veränderung zum Guten vorgehet oder nicht. Ihr ganzes Geschäf
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