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M. Johann Friedrich Heinrich Cramer's weil. Stadtpredigers in Dresden Beicht- und Communion-Buch / nach der 15. Aufl. verbessert und zum Theil umgearbeitet von M. Gottfried Erdmann Petri, Kirchen- und Schulrathe bei der Kgl. Sächs. Oberamts- Regierung zu Budissin
Entstehung
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ein Essen irdischer Bestandtheile des Leibes, in dem Jesus am Kreuze litt, veredelten relis giösen Gefühlen eben so sehr widerstrebt, als der Vorstellung des Möglichen. Evangelische Christen erkennen in dem Brode und Weine bei dem heiligen Abendmahle allerdings nicht blos Zeichen oder Sinnbilder der Gegenwart des Leibes und Blutes Christi, sondern auch Mittel, durch welche sie desselben theilhaft werden. Der Apostel Paulus nennt den Kelch, den wir fegnen, die Gemeinschaft des Blutes Christi und das Brod, das wir brechen, die Gemeinschaft des Leibes Christi; er leitet daraus eine Gemeinschaft der Abendmahls­genossen unter einander ab.*) In eine wirks liche Gemeinschaft mit unserem Herrn und Erlöser soll uns der Genuß des heiligen Abend­mahls bringen. Doch wahrnehmen und em pfinden können wir sie nur im Geiste und im Herzen, und auch nur dann, wenn wir bei dieser Feier Brod und Wein als Unterpfän der der Gegenwart Christi mit Gedanken und Ueberzeugungen empfangen, wie er sie in den Worten der Einfeßung fordert. So haben wir denn nicht Ursach zur Unruhe über das Dunkle in der Art der Gemeinschaft des Leibes und Blutes Christi mit dem geseg neten Brode und Weine. Fragst du: wie geht das zu, wie kann Leib und Blut Christi im Abendmahle gegenwärtig sey? so machst

*) 1. Cor. 10, 16. 17.