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2. O kommt, so wie ihr einst im Saale, Bey Jesu leztem Abendmahle
Erstaunungsvoll zugegen war't. Ihr sahet dort das Brot ihn brechen, Ihr hörtet ihn mit Liebe sprechen:
—
Dieß nehmt vor meiner Himmelfahrt;
3. Dieß ist mein Leib, den will ich schenken; Es sey zu meinem Angedenken,
So oft ihr, Freunde, dieses thut. So oft ihr dieß Geheimniß handelt, Wird Brot und Wein, wie jetzt, verwandat In eures Meisters Fleisch und Blut.
4. Abgrund unbegriff'ner Güte! War's nicht genug, in einer Hütte
Für uns das Licht der Welt zu seh'n? Die Zeit von mehr als dreyßig Jahren, Verachtet, arm, und in Gefahren, Mit Undankbaren umzugeh'n?
5. Die Kranken, nicht genug, zu heilen? Trost, Nath Gesunden zu ertheilen?
Der Weisheit Lehrer uns zu seyn? Für uns in frecher Henker Händen Das Leben und die Qual zu enden, Uns von der Hölle zu befrey'n?
6. O nein, es wallen neue Triebe Der ewig uns verheißnen Liebe
In unsers Heilands trener Brust. Die lehren ihn das Mittel finden, Sich uns noch enger zu verbinden;
Bey Menschenkindern sucht er Lust.
7. Er läßt bis an das End' der Zeiten Bey uns sich einen Sit bereiten,
Ins seine Neigung darzuthun. Der Gottheit Schimmer einzuhalten, Verhüllt er sich in Brotsgestalten,
Und will in unsern Herzen ruh'n.
O


