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im Jahre 1806 ihrer Altäre, ihres Pflasters und aller ihrer inneren Zierde beraubt, und das leere Gebäude an den damaligen Meßner als Entschädigung abgegeben; die der Kirche gehörigen Kapitalien und andere Einkünfte aus Zehenten und Rechten wurden dem Schulfonde der Stadt Cham einverleibt. Der Eigenthümer des leeren Kirchgebäudes ließ dieses gänzlich verfallen, so daß im Jahre 1832 nur mehr theilweise die Ringmauern standen. Aber auch diese Zerstörung konnte das Vertrauen der ganzen weiten Umgegend zur Fürbitte der heil. Walburga an diesem ihren seit vielen Jahrhunderten geweihten Ort nicht zerstören, und es verging kein Jahr, wo nicht Andächtige selbst auf dem verfallenen Gemäuer erschienen und dort knieend ihre Gelübde lösten.
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Im Jahre 1832 endlich wurde der in den Herzen vieler Bürger in Cham genährte Wunsch, die Wallfahrtskirche der heil. Wallburga wiederherzustellen, zur That, und es wurde auf den Betrieb des Hrn. Joseph Fleischmann Tuchscherers von Cham Hand an das gottselige Werk gelegt. Es fehlte nicht an Hindernissen; aber unter dem Wahlspruche: Gott mit uns! heilige Walburga bitt für uns!" und unter der thätigen Mitwirkung des Herrn Seits, bürgerl. Färbers und des Herrn Franz Ring bürgerl. Handelsmannes von Cham, kam endlich der Bau glücklich zu Stande. Und wieder wallfahrten viele Hunderte an diesen Ort, den Gott in Gnaden erwählt, an denen, die ihn hier unter dem Schuße und der Fürbitte der heil. Walburga anrufen, Barmherzigkeit zu thun.


