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nun die heiligen Brustgebeine in einen steinernen Sarge auf dem Altare beigesetzt worden, fing dieses Del an fließig zu werden, und den Stein zu durchdringen, von welchem es Tropfenweise in eine untergesetzte silberne Schale zusammenrinnt.
Von diesem heiligen Dele hat der gelehrte Jefuite Gretserus im Jahre 1610 eine weitläufige Abhandlung geschrieben, und erwiesen, daß es nicht eine bloße Feuchtigkeit sei, wie sie den Tropfsteinen zukommt, sondern wirklich eine aus den heiligen Brustgebeinen herkommende Feuchtigkeit, eine ölige Materie, durch deren andächtigen Gebrauch schon viele wunderbare Heilungen geschehen seien. Philippus, der neumunddreißigste Bischof von Eichstädt, sagt in seiner Lebensbeschreibung der heil Walburga; Diese Heilungskraft des heiligen Deles, welches vorzüglich aus den Brustgebeinen hervordringt, habe ich an mir selbst erfahren. Als ich nämlich schwer krank darniederlag, kam es mit mir schon bis an das Sterben Da erinnerte ich mich an die Gnabe, welche die heil. Walburga ihren Verehrern erweiset, und ließ mir von dem Oele der wunderbaren Träufung einen guten Theil brin gen. Ich trank eine ganze Schale voll aus, indem ich dabei betete: O heil. Walburga, Jungfrau, aus Achtung für deinen heil. Bruder Willibaldus, dessen unwürdiger Nachfolger ich Philippus, ein Sünder, bin, bitte für mich bei dem Herrn um die Nachlassung meiner Sünden und um die Wiedergenesung von diesem meinen Leiden zur Ehre des allmächtigen Gottes und seiner unbefleckten - Mutter der Jungfrau Maria." Und kurz- an


