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XIV.
Auf Maria Empfängnis.
1. Nichts kann dir, o Jungfrau, gleichen, Die Natur muß selbst dir weichen, Weil du unversehrt allzeit Warest in der Fruchtbarkeit. Und der Fall, so uns all' Hat getroffen und betrübet, Hat an dir kein' Macht verübet.
2. Du, o Schönste unter Allen, Du bist nicht wie wir gefallen, Sondern vor dem Fall' hat dich Gott erhalten ewiglich.
Ach, wir sind durch die Sünd' Defter schon gefallen nieder, Du, o Mutter! richt uns wieder.
3. Durch dich sind wir aufgestanden Von dem Fall' und Todesbanden, Ach, behüt' uns allzumal
Vor dem schweren Sündenfall! Und wenn wir fallen hier,
Laß die Wiederkunft der Gnaden. Wenden ab der Sünde Schaden.
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XV.
Auf Mariä Verkündigung.
1. Wir liegen dir zu Füßen; Laß uns in Demuth grüßen Dich, Jungfrau, die man soll Stets preisen gnadenvoll.


