Wer soll bei so großen Peinen, Keine Mitleidsthräne weinen?
Wer nicht fühlen ihre Noth? Wer erwäget ohne Schauer Der verwaisten Mutter Trauer über ihres Sohnes Tod?
Ihn für freche Sünder büßen, Ströme Bluts aus Wunden fließen, Hilflos sterben sah sie Ihn; Sah den Sohn am Kreuz, verlassen, Überhäuft von Schmach erblassen, Und sein Leben von Ihm flieh'n.
Heil'ge Mutter, Quell der Liebe; Daß ich mich, wie du, betrübe,
Weine so um Ihn, wie du; Daß ich Jesu Lieb erkenne, Gegen ihn vor Liebe brenne, S, erbitt mir Kraft dazu;
Möcht ich Schmerz und Reu vereinen, über meine Sünden weinen, Für sie büßen lebenslang; Oft im Geist zum Kreuze gehen, Mit Dir unterm Kreuze stehen, Ganz erfüllt von Lieb und Dank!
Hilf mir flehen, Gnad' erwerben, Daß mir, wenn es kommt zum Sterben, Heil und egen widerfährt;
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