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Jesus, unsere Liebe, im allerheiligsten Altarssakramente, als Opfer, das wir darbringen, als Speise, die wir genießen, als Freund, den wir besuchen : ein Unterrichts-, Gebet- und Erbauungsbuch für fromme Liebhaber und Anbeter dieses hochheiligen Geheimnisses [...] / von K. Zwickenpflug
Entstehung
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Kranken- und Sterbegebete zc.

nehmen, und meine Seele mit deinen heiligen Verdiensten schmücken wollest.

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Ich preise dich, mein Erlöser! daß du mich würdig hältst, durch meine Schmerzen einige Aehnlichkeit mit dir zu erlangen. Denn Christus mußte leiden, und so in seine Herrlichkeit ein­gehen." Gingst aber du, unschuldiges Lamm Gottes! nur durch Leiden in deine Herrlichkeit, wie anders kann ich dahin ein­gehen, der ich ein fündiger Mensch bin, und Gott so oft und so schwer beleidiget habe?

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Gepriesen sey deine ewige Liebe, o Jesu! Denn viel Gutes habe ich aus deinen göttlichen Händen empfangen. Wie also soll ich nun klagen, daß du durch Schmerzen mich prüfest? Aus deiner Hand kommt Gesundheit und Krankheit. Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen; der Name des Herrn sey gebenedeit!

Stärke mich, Herr! in dieser bitteren Stunde! Vermehre mein Vertrauen und meine Liebe zu dir, wenn meine Schmer­zen überhand nehmen und meine Kraft verschwindet! Verlaß mich nicht, o Jesu! Du allein bist ja mein Trost und meine Kraft. Gröffne mir, mein Erbarmer! die Schäße deines bitteren Leidens und Sterbens, und der Erneuerung desselben durch deinen unblutigen Tod, daß ich daselbst meine Seele erquide! Gib mir, daß ich sie im Sakramente der Buße reinige, und besiegle sie dann durch das liebreiche Sakrament deines aller­heiligsten Fleisches und Blutes, daß weder Trübsal noch Ver­suchung sie dir entreiße!

O gütigster Jesu! vervollkommne meine Liebe zu dir, daß ich im Leben und im Tode dich über Alles liebe, der du ewi­ger Liebe würdig bist! Auf dich hat mein Herz gehofft, dir habe ich geglaubt, dich habe ich geliebt, der du aus Liebe zu mir Mensch geworden, am Kreuze für mich gestorben, und im heiligen Sakramente das fortwährende Opfer meiner Versöh nung, die Nahrung meiner Seele, mein trautefter Freund bist. D, höre die Seufzer meines Herzens, und verlaß mich nicht in meiner bittersten Noth! per i m

Sieh, o barmherziger Jesu! ich bin jener arme Wanderer, welcher von Jerusalem nach Jericho hinabging, und von Mör­