Druckschrift 
Jesus, unsere Liebe, im allerheiligsten Altarssakramente, als Opfer, das wir darbringen, als Speise, die wir genießen, als Freund, den wir besuchen : ein Unterrichts-, Gebet- und Erbauungsbuch für fromme Liebhaber und Anbeter dieses hochheiligen Geheimnisses [...] / von K. Zwickenpflug
Entstehung
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Kranken- und Sterbegebete 2c.

ich nimmer zu dir kommen kann, aus deinem Heiligthume hier: her auf deinen armen Knecht, der mit bitteren Schmerzen ringet! Sieh, mein Heiland! die Schmerzen des Todes haben mich umgeben, keine Gesundheit ist in mir, das Mark meiner Ge beine vertrocknet, und mein Herz verschmachtet in mir.

Süßester Jesu im hochheiligen Sakramente! hilf mir durch die Kraft deines heiligen Namens, den ich in Demuth und Hoffnung anrufe! Jesu, mein Heiland! heile mich! Schirme meine Seele, daß sie nicht in Ungeduld verzage! Gedenke, daß ich ein Werk deiner Hände bin, daß du mich erschaffen, mit deinem Blute erlöset, mit dem Brode des Lebens genähret hast!

O Jesu! ein gütiger und barmherziger Gott, der sich der Schwachheit der Menschen erbarmt, bist du in deinem heiligen Liebesgeheimnisse... Nimm doch auch diese meine Bein barm­herzig von mir!

Zwar schwer, mein Heiland! habe ich gesündiget, und dich oft zum Zorne gereizt. Billig leide ich daher für meine Sün­den. Doch du, o Jesu! bist allen unsern Sünden gnädig, und heilest alle unsere Gebrechen.

Erbarme dich meiner, o Jesu, du Sohn Davids! erbarme dich meiner! Heile mic), Herr! und ich will dir danken und dein Lob verkünden alle Tage meines Lebens!

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Ein anderes Gebet.

O barmherziger Jesu, der du bis an das Ende der Zeiten im hochheiligen Sakramente unter uns Menschen seyn willst, uns deine süße Barmherzigkeit zu zeigen! errette, wenn es nach dem Willen deines himmlischen Vaters geschehen kann, meine Seele aus dieser Noth! Nimm hinweg die Furcht und Angst meines Herzens, die Bein und Schmerzen meines Leibes, auf daß ich mit erneuerten Kräften dir diene!

Gedenke, süßester Heiland! wie liebreich du während dei­nes Wandels auf Erden an so vielen Kranken gehandelt, wie du den demüthig bittenden Aussäßigen gereiniget, den Knecht des Hauptmannes geheilet, den Gichtbrüchigen mit den trost­reichen Worten gesund entlassen: Vertraue, mein Sohn! deine Sünden sind dir vergeben!" wie du den Blutgang jenes armen