Zweite Unterhaltung. Ueber die Liebe, welche uns
habe, nur Gott allein sie davon scheiden kann. Die Nahrung und der, welcher sie genossen hat, wird Ein Fleisch, Ein Leib, www cut of Eine Person.
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Eben dieß wirkt der Sohn Gottes fast auch in der Seele dessen, der ihn würdig empfängt. Er gibt sich ihm in Gestalt einer Speise, und vereiniget sich auf diese Weise mit ihm so stark und innig, daß dadurch gewissermassen aus Beiden nur Eine Person wird. Was du siehst, ist nach der heiligen Kom munion zwar von Außen ein Mensch; aber inwendig ist's ein Gott. Man sieht zwar nur die Gestalt eines Sünders; aber eine sakramentalische Gestalt deckt und verbirgt einen Gott. Es ist ein lebendiges Sakrament, eine geheiligte, und in Jesus Christus verwandelte Hostie.„ Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir;" so kann Jener sprechen, der sich würdig dem heiligen Tische genahet hat. D! wie wird die Liebe durch eine so große, edle und innige Vereinigung befriediget!
LATNICI. III.
Endlich erzeugt dieses Sakrament Liebe. Die Seele ſieht da ihren Geliebten; sie erfreut sich seiner Gegenwart; sie nimmt ihn in ihr Herz auf; sie wird da mit seinen Gutthaten überhäuft; sie bereichert sich da mit seinen Verdiensten; sie genießt da seine Süßigkeit und seine Tröstungen; sie hält ihn fest, umfängt ihn, redet mit ihm, hört ihn an; sie wird sogar in ihn umgewandelt. Die Erkenntniß erzeugt Liebe; die Gegenwart nährt diese Liebe; die Gutthaten fesseln sie; die Wonne umfängt sie. Und wie sollte eine Seele Jesum in diesem göttlichen Sakramente nicht lieben, wo er sich sehen, fühlen, genießen läßt, wo er so vertraulich mit ihr umgeht, ihr seine Zuneigung bringt, sein Herz öffnet, sie seiner Gottheit theilhaftig macht, mit ſeinen Gnaden überhäuft?
IV.
Wenn dieses Sakrament von Liebe stammt, die Liebe befriediget, und Liebe erzeugt, ach! woher kommt es


