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Jesus, unsere Liebe, im allerheiligsten Altarssakramente, als Opfer, das wir darbringen, als Speise, die wir genießen, als Freund, den wir besuchen : ein Unterrichts-, Gebet- und Erbauungsbuch für fromme Liebhaber und Anbeter dieses hochheiligen Geheimnisses [...] / von K. Zwickenpflug
Entstehung
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Zweite Unterhaltung. Ueber die Liebe, welche und stisurę

um bei ihr zu verbleiben bis an's Ende der Welt, und hat ihr durch leßztwilliges Vermächtniß seinen Leib und sein Blut über­geben, als das letzte Unterpfand seiner Liebe. Sein Vater hatte ihm befohlen, zu sterben; aber nirgends lesen wir, daß er ihm befohlen habe, dieses große Geheimniß einzuseßen; nur die Liebe hat ihn dazu bewogen. Aus Gehorsam ist er in den Himmel hinaufgestiegen; aus Liebe aber ist er auf der Erde ge­blieben. Er hat nicht gewartet, bis sich seine Feinde seiner be­mächtigten; er ist ihrer Gewaltthätigkeit zuvorgekommen, und hat sich selbst übergeben, damit nicht der Haß seine Liebe über­träfe, und sich rühmete, er habe das erste Opfer unserer Erlö­sung dargebracht.

Sein Vater hatte ihm also hierzu nicht den Befehl ertheilt; noch viel weniger aber verdienten die Menschen diese Gnade; ja sie hatten sich derselben der Beleidigungen, Unbilden, Verach­tungen, Verfolgungen und üblen Behandlungen wegen, die er von seiner Geburt an bis zu diesem Augenblicke von ihnen zu erleiden hatte, durchaus unwürdig gemacht. Er sah, daß ste sich wider ihn verschworen, daß sie ihn gleich einem Sklaven geißeln, und gleich einem Ulebelthäter kreuzigen würden. Er sah, daß ihm die Juden nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt in der heiligen Hostie alle erdenkliche Schmach anthun, daß ihn die Ketzer mit Füßen treten und den Hunden vorwerfen, daß ihn die Zauberer zu ihren Zauberwerken mißbrauchen, und daß ihn die Christen zum Gegenstande ihrer Verdammniß machen werden, indem sie ihn in ihr Herz, wie in eine Hölle, hinab­lassen, und diese göttlichen Geheimnisse durch gräulichen Gottes­raub entheiligen. Nichts desto weniger hält ihn dieß Alles nicht ab, sich uns durch lehtwilliges Vermächtniß zu schenken. Und das ist eben der offenbarste Beweis seiner Liebe; denn wer ohne letzte Willenserklärung stirbt, hinterläßt seine Güter seinen Erben, die wenig dafür erkenntlich sind, weil er sie nothwendig hat verlassen müssen; wer aber seine lettwillige Anordnung trifft, und über seine Güter zu Gunsten eines Freundes verfügt, der