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schlossen oder verborgen ist, vielmehr Allen offen und zugänglich, wovon der Prophet Zacharias sprach, daß er Wasser in Fülle erhielte, die Seelen zu reinigen. Ja, er gießt es in großer Menge aus durch das ganze Haus des wahren Jakob, wel ches die Kirche ist; und dieß dient insbesondere, die Seelen von den Flecken der Sünde zu reinigen. Wird nun wohl noch Jemand in seiner Unreinig feit verbleiben, sich nicht diesem wohlthätigen HeilsQuell nahen wollen?
II. Erwäge das große Unrecht des Sünders gegen das kostbarste Blut Jesu, indem er lieber in ſeiner Unreinigkeit fortleben, als sich in diesem Quell des Lebens reinigen will! Was würdest du, meine Seele, von demjenigen sagen, der, in Koth gefallen, in demselben sich fortwälzen wollte, statt auf zustehen und an einen Quell reinen Wassers hinzutreten, um sich abzuwaschen? Welche Thorheit wäre dieß? Nun, weit verabscheuungswürdiger ist die Thorheit des Sünders, der Jahre lang im Kothe seiner Vergehungen hinlebt, uneingedenk der Seele, der Ewigkeit, Gottes, ohne sich dem reinen Bade dieses Blutes zu naben. Wachet auf, Sünder! Geöffnet ist für euch dieser Quell? Kommt, waschet euch, reiniget euch! ,, Waschet euch, seid rein!" Doch was sprach ich von einem Quell? Das Blut Jefu ist ein weitausgebreiteter Strom, ja, ein tiefes, unergründliches Meer ohne Grenzen, ohne Ufer, das die gesammte Erde übergießt und bedeckt. Denn die göttliche Barmherzigkeit, die dies ses fostbarste Blut darreicht, hat keine Grenzen; daher konnte die heilige Maria Magdalena von Bazzi sagen, der Herr habe zweimal die Sündflut geschickt: Einmal zu Noe's Zeit bei der allgemei nen lleberschwemmung der Erde und das andere


