Druckschrift 
Der Monat Junius der Verehrung des kostbarsten Blutes unsers Herrn Jesu Christi geweiht : aus dem Ital. nach der 5. röm. Auflage von 1840 übers. u. versehen mit einem Anhange von Bruderschafts-Gebeten / hrsg. von Missionären der Congregation zum kostbarsten Blute mit römischer Censur
Entstehung
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tigkeit schreibt die göttliche Schrift die Verzeihung der Sünder zu, weil durch Besteigung jenes Schand­Pfahles der Herr Jesus das Verdammungsurtheil unserer Sünden an's Kreuz geheftet und die Miffe­thaten der ganzen Welt mit einem Blute abge­waschen*) hat." Aber benüßen wir denn die uns durch Jesus Chriftus mittelft Seines Blutes zu Theil gewordene Befreiung? Leben wir als wahre Kinder Gottes? Ach, wie oft fehren wir von selbst zu jenen Ketten und unter jenes harte Joch zurück, dem uns Jesus entzog! Wer eine böse Leiden­schaft im Herzen herrschen läßt, wer teuflischen Vers suchungen anhängt, macht sich selbst zum Sklaven des Teufels, und wir wissen doch, wie dieser Tode Feind die Seelen behandelt. Wie viele Gewissens­Bisse, wie viele Bitterfeiten, wie viele Geistespla­gen bereitet er jenen Seelen, die unter seiner Fahne dienen! Und reicht er irgend einmal eine Schale vergifteter Luft von vergifteter Süßigkeit, so bringt er unvermeidlich den Tod. Wohlan, zerreißen wir endlich einmal so harte Ketten, und erfreuen wir uns jener Freiheit, die Jesus Christus uns mit dem Preise Seines kostbaren Blutes erworben hat!

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Anmuthung.

Ach, mein Jesus, wenn ich die Schwere mei­ner Schulden und den unglücklichen Zustand, in den mit diese versetzten, betrachte, ach, wie muß ich mich fürchten; ich glaube mich dann mit eben so vielen Ketten gefesselt, als ich Sünden begangen habe. Doch, wenn ich den Blick auf den Preis meiner Erlösung hinwende, den Du am Kreuze für mich gezahlt hast, ach, welch' große Zuversicht fühlt

*) Ambrosius in ps. 118.**) didy

0922010

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