VII
ein Sinnbild des reinsten Blutes Jesu das Blut des unschuldigen Abel, das von deffen grausamen Bruder Kain vergoffen ward; war nicht ein Sinnbild desselben jenes Blut des Lammes, das dort in Egypten die Häuser der Hebräer bezeichnete, damit sie der Todesstrafe durch den Würgengel entgingen? und all' das Blut der Opferthiere des alten Bundes, was stellte es anders dar, als das Blut des unbefleckten Lammes, das in der Fülle der Zeiten zur Sühnung der ganzen Welt Sünden vergossen werden sollte? Darum ward es fortan von Propheten, Patriarchen, allen Gerechten im Geiste geschaut und vor Gottes Thron vom Vertrauen der Gläubigen, die durch die Verdienste des Blutes Jesu gerettet worden sind, geopfert. Man kann daher sagen, daß diese Andacht so alt ist als die Kirche, und daß sie so lange, als diese besteht, währen wird. Auch kann sie nie aufhören, da dieses Blut das werthvolle Siegel des neuen und ewigen Bundes ist den heiligen Worten Jesu Christi gemäß:, Dieß ist der Kelch meines Blutes, des neuen und ewigen Bundes," das man nie aufhören wird aufzuopfern, das nie aufhören wird, die Seelen durch Vergebung der Sünden zu reinigen, nie aufhören wird, Barmherzigkeit zu erflehen, bis Jesus am Ende der Zeiten


