Anleitung für Kranke und Sterbende.
tung zu der Reise in die Ewigkeit. Der Krante betrachte Jefum am Kreuz, und lasse sich zuweilen vorbeten.
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Ist der Kranke sehr schwach, so bete man demselben nicht lange auf einmal vor, sondern sage ihm nur dann und wann einen furzen andächtigen Spruch.
Alle Sorgen, wie es den Seinigen nach seinem Tode gehen werde, muß der Krante Gott überlaffen.
Ist der Kranke noch bei guten Kräften, so kann man mäßige Besuche gestatten; je schwächer aber derselbe wird, desto weniger Besuch sollen die Hausgenossen zu ihm lassen.
Ehrabschneidung und Neuigkeitskrämerei soll am Krankenbette nicht gebuldet werden; wer den Kranten besuchen will, der tröſte und erbaue ihn, oder er bleibe von ihm weg.
§. 6. Gebet des Kranken um Genesung.
Jesus, mein gütigster und liebreichster Heiland, du bist für unser Heil vom Himmel zur Erde herabgestiegen, du bist auch alle Städte und Flecken durchgegangen, alle geſund zu machen, die mit Krankheit und Gebrechen beschwert waren. Sieh, ich dein geringster Diener( deine geringste Dienerin) bin von deiner Hand gerührt, und liege an einer schweren Krankheit darnieder.
Meine Schmerzen sind groß, mein Heiland, und du kannst ja Mitleiden mit mir haben, denn du haft unsere Krankheiten auf dich genommen, und unsere Schmerzen hast du getragen; du hast alles erfahren, wie wir.
Darum vertraue ich auf dich, du kannst und willst mir helfen, wenn es meinem Heile nur nicht zuwider ist. Jeſus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Wenn du willst, so kannst du mich gesund machen.
Gedenke nicht der vielfältigen Missethaten, für welche ich diese Züchtigung, ja noch größere Strafen wohl verdient habe. Ich verabscheue meine Sünden, und rufe dein Leiden, dein am Kreuze für mich vergossenes Blut, deinen qualvollen Tod für mich um Barmherzigkeit an. Gedenke nicht meiner Sünden, und laß mich doch wieder gesund werden.
Bin ich wieder gesund, so will ich dich loben in deinem heiligen Tempel, und dann christlicher, gottesfürchtiger,


