der Andacht zu dem göttlichen Herzen Jesu.
9
und Eifer für das Wohl des Nebenmenschen erfüllt ist, welche in all' ihren auch geringsten Handlungen keine andere Absicht hat, als Gott zu gefallen und Ihn zu verherrlichen; welche sich beständig bemüht, diesem göttlichen Muster täglich ähnlicher zu werden; welche nach dem Ausspruch des Apostels( Phil. 2, 5) so gesinnt ist, wie das Herz Jesu gesinnt war. Nur in einer solchen Seele ist Andacht zum Herzen Jesu. Eine solche Seele ist der Gegenstand des Wohlgefallens des Heilandes hier auf Erden, und wird im Himmel um so mehr Antheil an seiner Ehre und Glückseligkeit haben, je mehr sie in diesem Leben durch getreue Nachahmung sich ihm genähert hat.
Dringen wir nun in diese beseeligenden Gesinnungen ein, nehmen wir Antheil an diesen himmlischen Gaben, und öffnen wir unser Herz den Ergießungen, mit welchen das göttliche Herz das unsrige erfüllen will. An dem göttlichen Feuer dieses heiligen Herzens wollen wir also unsere Herzen entzünden, so oft sie lau und kalt sind; sind sie schwach und wankend, so wollen wir sie durch dasselbe stärken; sind sie niedergeschlagen und betrübt, so wollen wir sie durch dasselbe trösten und aufmuntern; und wenn sie angefochten oder versucht werden, so wollen wir zu dem göttlichen Herzen hineilen, um sie bei demselben zum Kampfe zu beleben und zum Siege vorzubereiten. In allen Gelegenheiten, in allen Umständen und Begebenheiten unsers Lebens wollen wir bei Ihm Hilfe und Gnade schöpfen; und im Tod werden wir den Trost haben, in Vereinigung mit diesem anbetungswürdigsten Herzen unsern Geist aufzu
geben.


