Sieh, wie Maria dort- in Schmerz verloren, Am Kreuze stehet! Wie ihre Thränen fließen Und wie sie leidet zu des Sohnes Füßen, Den sie zum Heil der Sterblichen geboren.
In Qualen sieht sie ihn, den Gott erforen ,Als Mittler für der Sünder Schuld zu büßen Sieht, wie sich sterbend seine Augen schließen, Und wie sie des Geliebten Herz durchbohren!
Wer sollte nicht, o Mutter! mit dir weinen? Wo ist ein Schmerz hienieder, gleich dem deinen? Wer leerte so den Kelch der Bitterkeit?
Olehre mich, in unglücksschweren Tagen Nach deinem Vorbild meine Leiden tragen Mit Kraft, Geduld und Gottergebenheit.
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Univ.- Bibl. Giessen


