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O mein Vater! gib Deinem Kinde, um was es zu bitten nicht wagt. Ich flehe nicht um Freude noch Leid! ich erscheine vor Dir und öffne Dir mein Herz. Siehe meine Bedürfnisse und thue nach Deiner ewigen Barmherzigkeit. Verwunde oder heile, beuge mich darnieder, oder erhebe mich, ich bete Deinen heiligen Willen an, auch ohne ihn zu kennen. Ich schweige, opfere mich, und überlasse mich ganz Deiner Führung; kein Wunsch rege sich in mir, als Deinen heiligen Willen zu erfüllen. Lehre mich beten, bete Du in mir. Amen.
Sei ruhig, meine Seele! sieh, Der Herr wacht über dich! Wer auf ihn traut, verläßt er nie, Und schüßt ihn väterlich.
Er kennt dich besser als du meinst, Und weiß, was dir gebricht;
Er fieht die Thräne, die du weinst, D'rum, Seele! zage nicht!
Er weiß, daß du im Elend bist, Er sieht dem Jammer zu;
Er fieht, was gut und nüßlich ist, Und liebt dich mehr als du. Er kann dir helfen, wenn er will; Sein Arm hat Macht und Kraft: Ihm ist kein Ding za groß und viel, Er tödtet und erschafft.


