IV
Lobes, des Dankes, der Bitte und der Buße vor dem Altare ertönen läßt und Alle wie aus einem einzigen Herzen ihre Anbetung Gott dem Allerhöchsten darbringen. Welchen mächtigen Eindruck die hehre Feier des katholischen Gottesdienstes auf das Gemüth auszuüben vermag, hat der heil. Augustinus in seinen Bekenntnissen( B. IX. K. 4.) so schön ausgesprochen, da er schreibt: Wie sehr weinte ich unter deinen Hymnen und Gesängen, heftig erschüttert von den Stimmen deiner lieblich tönenden Kirche! Es ergossen sich jene Stimmen in meine Ohren, und es thauete die Wahrheit in mein Herz; es entbrannte in mir das fromme Gefühl der Andacht, Thränen flossen, und mir war so wohl dabei."
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So nehmet denn hin dieses Buch, betet und erbauet einander in Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singet und jubelt dem Herrn in eueren Herzen( Ephef. 5, 19). Jeder euerer Gottesdienste sei ein lieblicher Weihrauch vor dem Angesichte des Aller= höchsten, und für euch eine Quelle alles Segens und aller Gnade.
Die Gnade unsers Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei immerdar mit euch.
Augsburg, am Gedächtnißtage des heil. Erzengels Michael 1859.
† Pancratius,
Bischof von Augsburg.


