Geistliche Lieder.
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5. Und ob gleich alle teufel Hie woll ten widerstehn, So wird doch ohne zweifel Gott nicht zurücke gehn. Was er ihm vorgenommen Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen zu seinem zweck und ziel.
6. Hoff, o du arme seele, Hoff, und fei unverzagt! Gott wird dich aus der höhle, Da dich der kummer plagt, Mit großen gnaden rücken: Erwarte nur der zeit: So wirst du schon erblicken Die sonn der schönsten freud.
7. Auf, auf; gib deinem schmerze Und sorgen gute nacht: Laß fahren, was das herze Betrübt und traurig macht; Bist du doch nicht regente, Der alles führen soll; Gott sitzt im regimente Und führet alles wohl.
8. Jhn, ihn laß thun und walten: Er ist ein weiser fürst Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst. Wenn er, wie ihm gebühret, Mit wunderbarem rath Das werk hinausgeführet, Was dich bekümmert hat.
9. Er wird zwar eine weile Mit seinem


