Geistliche Lieder.
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nöthen; Schleußt das thor der bittern lei den Und macht bahn, da man kann gehn zur himmelsfreuden.
9. Allda will in süßen schätzen Ich mein Herz auf den schmerz ewiglich ergößen: Hier ist kein recht gut zu finden; Was die welt in sich hält, muß im hui verschwinden.
10. Was sind dieses Lebens güter? Eine hand voller sand, kummer der gemüther. Dort, dort sind die edlen gaben, Da mein hirt, Christus, wird mich ohn ende laben.
11. Herr, mein hirt, brunn aller freuden! Du bist mein, ich bin dein; niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein leben Und dein blut mir zu gut in den tod gegeben.
12. Du bist mein, weil ich dich fasse Und dich nicht, o mein licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, Da du mich und ich dich leiblich werd umfangen!
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